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Roger Federer tritt mit Martina Hingis in Rio in der Mixed-Konkurrenz an
Roger Federer tritt mit Martina Hingis in Rio in der Mixed-Konkurrenz an © Getty Images

Jetzt ist es offiziell: Roger Federer geht beim Olympischen Tennisturnier in Rio an der Seite von Martina Hingis auf die Jagd nach Gold. Die Vorfreude ist groß.

Tennis-Superstar Roger Federer greift bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro nach mindestens zwei Goldmedaillen.

Wie der Grand-Slam-Rekordsieger am Freitag am Rande der International Premier Tennis League (IPTL) in Neu Delhi bestätigte, wird er neben dem Einzel auch im Mixed mit Martina Hingis an den Start gehen.

Ob Federer auch im Doppel mit seinem Schweizer Landsmann Stan Wawrinka, mit dem er 2008 in Peking Gold gewonnen hatte, spielen wird, stand zunächst nicht fest.

Federer ist "begeistert"

Über die Partnerschaft mit "Swiss Miss" Hingis meinte Federer: "Ich bin begeistert davon, weil ich mit ihr seit ungefähr 15 Jahren nicht mehr zusammengespielt habe." Als Teenager habe er immer zu Hingis aufgeschaut, er sah sie als das "unglaublichste Talent" auf der Tour: "Sie war ungefähr in meinem Alter und hat schon Grand Slams gewonnen, als ich noch im nationalen Tenniszentrum trainiert habe, um überhaupt auf die Tour zu kommen."

Hingis (35) war im Jahr 2015 die dominierende Doppel- und Mixedspielerin auf der Tour. Gemeinsam mit ihrer indischen Partnerin Sania Mirza triumphierte die frühere Einzel-Weltranglistenerste in Wimbledon, bei den US Open und beim WTA-Finale in Singapur.

Im Mixed gewann sie die Majors in Melbourne, Wimbledon und New York an der Seite des Inders Leander Paes. Ihre Einzelkarriere hatte Hingis, die bislang nur 1992 in Barcelona und 1996 in Athen an Olympischen Spielen teilgenommen hat, endgültig im November 2007 beendet.

Gute Erinnerungen an Olympia

Der 17-malige Grand-Slam-Champion Federer hat bei Olympischen Spielen neben Gold im Doppel 2012 in London Silber im Einzel gewonnen. Bei seiner ersten Teilnahme in Sydney vor 15 Jahren lernte er seine heutige Ehefrau Mirka, die Mutter seiner vier Kinder kennen, in Athen und Peking trug er die Schweizer Flagge ins Olympiastadion. "Jede Olympische Spiele waren eine unglaubliche Erfahrung für mich, ein Augenöffner", sagte Federer: "Ich habe so viel von anderen Athleten gelernt, habe mich inspirieren und motivieren lassen."

Am Mittwoch hatte Federer das Ende seiner Partnerschaft mit Berater Stefan Edberg bekannt gegeben, in Zukunft arbeitet er neben dem Schweizer Davis-Cup-Teamchef Severin Lüthi auch mit Ex-Profi Ivan Ljubicic zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Vorherrschaft des Serben Novak Djokovic in der kommenden Saison zu beenden, den 18. Grand-Slam-Titel und bei Olympia in Rio mehrere Medaillen für die Schweiz zu gewinnen.

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