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Vom olympischen Tenniscenter ist bislang nur der Hauptplatz fertig
Vom olympischen Tenniscenter ist bislang nur der Hauptplatz fertig © Getty Images

Die Ausrichter der Olympischen Spiele reagieren auf die Bauverzögerungen am Tenniscenter und erklären die Zusammenarbeit mit einem Konsortium einseitig für beendet.

Die Stadtregierung von Rio de Janeiro hat auf die Bauverzögerungen am olympischen Tenniscenter reagiert und den Vertrag mit dem von Finanzproblemen betroffenen Bau-Konsortium einseitig aufgelöst.

Die Gruppe Ibeg/Tangran/Damini (ITD) soll wegen Nichteinhaltung von Vertragsklauseln zudem umgerechnet rund 2,53 Millionen Euro Strafe zahlen.

Das Centro Olimpico de Tenis im Stadtteil Barra da Tijuca sollte ursprünglich im vergangenen September fertiggestellt sein, offiziell sind aber erst 90 Prozent der Bauarbeiten vollendet.

Beim Testevent im Dezember kam nur der Hauptplatz zum Einsatz.

Die Stadt muss nun schnell einen neuen Bauunternehmer vor allem für die Errichtung der Zusatztribünen finden.

Konsortiums-Teilhaber Ibeg ist zudem alleinverantwortlich für den Ausbau des Pferdesportzentrums im Stadtteil Deodoro.

Hier hält die Stadt jedoch noch am bestehenden Vertrag fest, obwohl die Firma am vergangenen Freitag bereits zum zweiten Mal auf offiziellem Wege aufgefordert wurde, auch hier zu möglichen Bauverzögerungen Stellung zu nehmen.

Seit Jahresbeginn haben ehemalige ITD-Arbeiter mehrfach in der Nähe der Tennisarena wegen ausstehender Gehalts- und Bonuszahlungen protestiert.

Ständige Änderungen im ursprünglichen Bauplan und ein im vergangenen April vom Arbeitsministerium verhängter zehntägiger Baustopp wegen fehlender Sicherheit für die Bauarbeiter hatte zudem den Zeitplan durcheinander geworfen.

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