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Rio
Die Olympischen Spiele finden vom 5. bis 21. August statt © Getty Images

Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) macht mobil gegen das im Olympia-Gastgeberland Brasilien grassierende Zika-Virus.

Man werde "alles dafür tun, um die Gesundheit aller Teilnehmer zu garantieren", sagte IOC-Präsident Thomas Bach am Donnerstag beim Besuch eines Flüchtlingscamps in der griechischen Hauptstadt Athen.

Bach rechnet allerdings offenbar nicht mit schwerwiegenden Problemen während Olympia und verwies dabei auf die klimatischen Bedingungen. Die Spiele vom 5. bis 21. August finden im brasilianischen Winter statt.

Das IOC werde aber "am Donnerstag oder Freitag Mitteilungen an die Nationalen Olympischen Komitees verschicken, um auf das Problem hinzuweisen und die Athleten zu informieren", sagte Bach und verwies auch auf die Anstrengungen in Brasilien.

"Wir werden in Brasilien nun einen ernsthaften Kampf gegen das Zika-Virus führen", hatte Staatspräsidentin Dilma Rousseff am Mittwoch angekündigt. Erschwert wird die Behandlung der Betroffenen durch die Tatsache, dass es noch keinen Wirkstoff gegen das Virus gibt. "Wir sind zuversichtlich, dass wir einen bekommen werden, aber das dauert noch eine Weile", sagte Rousseff.

Ab dem 13. Februar werden in dem größten südamerikanischen Land 220.000 Soldaten eingesetzt, um die Nester der Gelbfiebermücke Aedes aegypti auszurotten, die das Virus auf den Menschen überträgt. Gefährdet sind vor allem schwangere Frauen.

In den vergangenen drei Monaten sind in Brasilien rund 4000 Kinder mit Mikrozephalie, einer abnormen Kleinköpfigkeit, geboren. Erwachsene können an dem Guillain-Barré-Syndrom erkranken, einer seltenen Nervenkrankheit. Diese kann zu dauerhaften Lähmungen führen.

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