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Alföns Hörmann ist Präsident des DOSB
Alföns Hörmann ist Präsident des DOSB © Getty Images

Der DOSB-Präsident erneuert seine Bedenken dagegen, Sportstätten auf Dauer als Unterkünfte für Flüchtlinge zu nutzen. Die gesellschaftliche Stimmung könne sonst kippen.

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hat Bedenken, Sporthallen als dauerhafte Unterkünfte für Flüchtlinge zu nutzen.

"Der Sport kann sein großes Potenzial nur dann entfalten, wenn die Sportstätten zur Verfügung stehen, um gemeinsam aktiv Sport zu treiben", sagte der 55-Jährige der Rheinischen Post: "Inakzeptabel wird es dort, wo man entweder leichtfertig den Weg des geringsten Widerstandes geht und einfach die Turnhallen belegt, oder wo man sich keine Gedanken darüber macht, was gesellschaftlich kaputtgehen kann."

"Wenn sich Menschen nicht mehr in der gewohnten Form bewegen können, wird der Punkt kommen, an dem die Stimmung in den Vereinen und damit auch in den Kommunen kippt", sagte er, schränkte aber ein: "Wo humanitäre Not keine andere Wahl zulässt, muss man die Hallen als Unterkünfte nutzen."

Dies solle aber "zeitlich überschaubar" bleiben, betonte Hörmann.

Nach Schätzungen des DOSB werden derzeit bundesweit rund 1000 Turnhallen als provisorische Unterkünfte für Flüchtlinge genutzt.

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