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Hope Solo
Hope Solo holte 2015 mit dem US-Team den Weltmeistertitel © Getty Images

Star-Torhüterin Hope Solo (USA/34) erwägt wegen der rasanten Ausbreitung des Zika-Virus einen Verzicht auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August).

"Wenn ich die Entscheidung heute treffen müsste, würde ich nicht hinfliegen", sagte die Weltmeisterin im Interview mit SI.com: "Ich würde nie das Risiko eingehen, ein ungesundes Kind zu bekommen." Die US-Fußballerinnen müssen sich ab Mittwoch beim Olympia-Qualifikationsturnier in Texas noch das Ticket für Rio sichern.

Keine in Rio startende Athletin "sollte mit diesem Dilemma konfrontiert sein", sagte Solo weiter. Sportlerinnen müssten im Vergleich zu Sportlern ohnehin schon deutlich mehr Entscheidungen treffen: "Aber ich nehme nicht hin, dass ich entscheiden muss, ob ich für mein Land spiele und die Gesundheit meines möglichen Nachwuchses aufs Spiel setze, oder ob ich meine Träume und Ziele als Athletin aufgebe."

Das durch Stechmücken übertragene Zika-Virus steht im Verdacht, bei einer Infektion von Schwangeren Schädelfehlbildungen (Mikrozephalie) beim ungeborenen Kind auszulösen. Erwachsene können an dem Guillain-Barré-Syndrom erkranken, einer seltenen Nervenkrankheit. Diese kann zu dauerhaften Lähmungen führen.

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