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Rom könnte sich für Olympia 2024 bewerben
Rom könnte sich für Olympia 2024 bewerben © Getty Images

Das italienische Parlament will die Bevölkerung Roms nicht über die Bewerbung der Hauptstadt um die Olympischen Spiele 2024 abstimmen lassen.

Ein entsprechender Vorstoß der Linkspartei Sinistra Italia wurde mit 288 gegen 114 Stimmen abgelehnt.

Die Bewerbung Hamburgs um die Spiele in acht Jahren war Ende November an einem Referendum gescheitert.

Der italienische Premierminister Matteo Renzi ist ein starker Befürworter von Roms Kandidatur. Oppositionsparteien behaupten, die schwer verschuldete italienische Hauptstadt könne sich aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage die Olympischen Spiele nicht leisten. Renzi bestreitet dies.

Die Olympischen Spiele wären ein Weg, um Roms lahme Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.

Noch vor gut drei Jahren hatte die damalige Regierung von Premier Mario Monti eine Kandidatur für die Spiele 2020 wegen der unsicheren Finanzierung zurückgezogen, was dem Land im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) viel Kritik einbrachte.

Nach der Einführung von Thomas Bachs Reformagenda 2020 wurde der Plan wieder ausgegraben. Rom hatte 1960 die Spiele ausgetragen, danach war die Stadt bei der Bewerbung für 2004 an Athen gescheitert.

Die Kosten der Spiele 2024 werden mit 6,4 Milliarden Euro veranschlagt.

Herzstück des Konzepts ist das bestehende Olympiastadion, Schauplatz der Spiele von 1960. An der Spitze des Bewerbungskomitees steht der frühere Fiat- und Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, der unter anderem auch die Fußball-WM 1990 in Rom organisiert hatte.

Rom muss sich im Duell um das Sportgroßereignis mit Budapest, Paris und Los Angeles messen. Keiner der Bewerber will sich nach jetzigem Stand noch einer Bürgerbefragung stellen.

Die Entscheidung über die Ausrichterstadt fällt das IOC im September 2017 in Lima (Peru).

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