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IOC-Präsident Thomas Bach will Flüchtlingen Hoffnung geben
IOC-Präsident Thomas Bach will Flüchtlingen Hoffnung geben © Getty Images

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat den offiziellen Startschuss für das erste Flüchtlingsteam bei Olympischen Spielen gegeben. Derzeit bereiten sich weltweit 43 Athleten vor, die bei den Sommerspielen in Rio (5. bis 21. August) nicht für ihr Heimatland, sondern unter der Flagge des IOC starten.

"Ich bin glücklich, dass ich heute die Gründung des olympischen Teams mit Flüchtlingen bekannt geben kann", sagte Bach in Lausanne. Das Team startet in Rio unter denselben Bedingungen wie alle anderen Mannschaften und erfülle einen symbolischen Wert. "Wir wollen damit ein Zeichen der Hoffnung an alle Flüchtlinge auf der ganzen Welt senden", so Bach.

Nach Plänen des IOC sollen die Flüchtlinge im olympischen Dorf genauso ein Zuhause finden wie die anderen 11.000 Athleten aus insgesamt 206 Nationalen Olympischen Komitees. Seit einiger Zeit rekrutiert das IOC die Mannschaft, die derzeit 43 Kandidaten umfasst. Diese sollen bei ihrer Qualifikation für Rio durch Programme des IOC unterstützt werden.

Wie Bach weiter betonte, werde das Team Refugee Olympic Athletes (ROA) genauso Trainer und auch einen Chef de Mission erhalten wie alle anderen Teams. Bei der Eröffnungsfeier wird es als vorletzte Mannschaft vor Gastgeber Brasilien einmarschieren. Bach sprach von fünf bis zehn Athleten, die das Team am Ende umfassen könnte, wollte sich aber auf keine Zahl festlegen lassen.

"Das hängt von der sportlichen Qualifikation ab", meinte der 62-Jährige. Das Team werde bei der nächsten Sitzung des Exekutiv-Komitees des IOC im Juni in Lausanne bekannt gegeben.

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