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Jörg Fiedler (r.)kann in Baku nicht starten
Jörg Fiedler (r.) hat seine vierten Olympischen Spiele verpasst © Getty Images

Degenfechter Jörg Fiedler hat seine vierte Olympiateilnahme verpasst. Beim letzten Qualifikationsturnier in Prag verlor der zweimalige Einzel-Europameister im Viertelfinale gegen Yulen Pereira aus Spanien mit 8:15 und konnte damit nicht das Ticket für die Sommerspiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) lösen. In seinem ersten Gefecht hatte Fiedler Mihails Jefremenko aus Lettland 15:10 bezwungen.

"Aktuell ist der Frust sehr groß. Das war die letzte Chance, noch einmal zu Olympia zu fahren. Weitere Spiele wird es für mich nicht geben. Das ist sicher", sagte Fiedler. Ob er seine Karriere zumindest noch bis zur Heim-WM in seiner Geburtsstadt Leipzig im kommenden Jahr fortsetzen wird, ließ er offen: "Das kann ich jetzt noch nicht entscheiden."

Der 38-Jährige aus Leipzig nahm 2000, 2004 und 2012 an Olympischen Spielen teil. In Athen 2004 gewann er Bronze mit der Mannschaft, vor vier Jahren in London schied er im Einzel im Viertelfinale aus und belegte Platz acht. 2011 und 2013 holte er EM-Gold im Einzel.

Am Sonntag haben noch die Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann (Degen) und Säbelfechterin Anna Limbach eine letzte Chance auf die Olympiaqualifikation. Auch sie müssen ihre Wettbewerbe gewinnen, um die Teilnahme perfekt zu machen. 

Bisher haben sich lediglich vier Athleten des Deutschen-Fechter-Bundes (DFeB) für die Spiele in Rio qualifiziert. Neben den beiden Säbelfechtern Max Hartung und Matyas Szabo schafften dies auch Florettfechterin Carolin Golubytskyi und der viermalige Einzel-Weltmeister Peter Joppich.

Bei den Mannschaften hatte es für die einstige deutsche Vorzeigesportart Rückschlag auf Rückschlag gegeben. Erstmals seit 1956 in Melbourne schaffte kein Team die Qualifikation.

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