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Heiko Nossek
Heiko Nossek scheiterte mit seinem letzten Wurf an der Latte © Getty Images

Die deutschen Wasserballer sind bei den Olympischen Spielen in Rio nur Zuschauer. Im entscheidenden Quali-Spiel gegen Ungarn scheitert das Team dramatisch.

Die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro finden ohne die deutschen Wasserballer statt.

Die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) verlor beim Qualifikationsturnier in Triest/Italien das entscheidende Viertelfinale gegen den favorisierten neunmaligen Olympiasieger Ungarn knapp mit 7:8 (0:1, 1:4, 1:2, 4:1) und ist wie vor vier Jahren bei den Spielen in London nur Zuschauer.

"Es war unfassbar", sagte Bundestrainer Patrick Weissinger nach dem Herzschlagfinale gegen den EM-Dritten, "der letzte Ball hätte noch reingehen können." Nach einem 3:8-Rückstand kämpfte sich die DSV-Sieben noch einmal auf 7:8 heran, doch mit der Schlusssirene landete der letzte Wurf von Heiko Nossek an der Latte.

"Der Wasserball-Gott war heute kein Deutscher", sagte der frühere Wasserball-Bundestrainer und zweimalige Europameister Hagen Stamm, "mit der Leistung der heutigen Partie hätten wir das Turnier ganz anders gestalten können."

Die Tore für Deutschland erzielten Nossek, Erik Bukowski (je zwei), Mateo Cuk, Julian Real und Marin Restovic. In den abschließenden Platzierungsduellen um die Ränge fünf bis acht, die nur noch zur Ermittlung von möglichen Olympia-Nachrückern dienen, trifft der EM-Elfte am Samstag (16.00 Uhr) auf den Verlierer des Viertelfinal-Duells zwischen Frankreich und den Niederlanden.

Die deutschen Frauen hatten im März nach dem Vorrunden-Aus beim Olympia-Qualifikationsturnier im niederländischen Gouda ebenfalls das Ticket nach Rio verpasst.

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