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Der Deutschland-Achter gewann 2012 die Gold-Medaille
Der Deutschland-Achter gewann 2012 die Gold-Medaille © Getty Images

Die deutschen Sportler erhalten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) die gleichen Prämien wie im Winter 2014 in Sotschi. Die Deutsche Sporthilfe zahlt für Gold erneut 20.000 Euro aus, für Silber 15.000 und für Bronze 10.000 Euro.

Die Staffelung geht bis Rang acht und sieht wie folgt aus: Platz vier 5000 Euro, Platz fünf 4000 Euro, Platz sechs 3000 Euro, Platz sieben 2000 Euro und Platz acht 1500 Euro. Die Prämien werden von der Sporthilfe über zwölf Monate ausgezahlt. Die Medaillenprämien für die Paralympics (7. bis 18. September) sind genauso hoch wie bei den Olympischen Spielen.

"Unser Förderkonzept beruht auf der festen Überzeugung, dass wir die Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung eines Talents über viele Jahre fördern und auch eine duale Karriere bis zum potenzialgerechten Einstieg in einen Beruf konstruktiv begleiten müssen. Unsere Aufgabe ist es nicht, Olympia-Erfolge so zu honorieren, dass ein junger Mensch ausgesorgt hat", sagt Sporthilfe-Chef Michael Ilgner.

Sollte der Deutschland-Achter wie 2012 in London erneut Gold gewinnen, müsste sich die Besatzung mitsamt Steuermann die 20.000 Euro aber nicht teilen, sondern jedes Teammitglied erhält die volle Prämie. In diesem Fall wären es 180.000 Euro. Diese Regelung für Mannschaften gilt auch für Silber und Bronze.

Eine Sonderregelung gibt es im Fußball. Sollten beide deutsche Mannschaften in Rio Gold gewinnen, müsste die Sporthilfe für die jeweils 18 Spieler und Spielerinnen keine 720.000 Euro auszahlen. Für Prämien ist der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zuständig.

Nach London 2012 wurden an die deutschen Sportler insgesamt 1.336.875 Euro ausgeschüttet. Dort lag die Staffelung aber noch bei 15.000 Euro für Gold, 10.000 für Silber und 7500 für Bronze. "Wir sind bereit, einen Betrag in der Höhe von 2012 oder gerne auch mehr nach den Spielen von Rio bereitzustellen", sagte Ilgner.

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