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Das Olympische Feuer wurde im antiken Olympia entzündet
Das Olympische Feuer wurde im antiken Olympia entzündet © Getty Images

107 Tage vor Eröffnung der Sommerspiele in Rio de Janeiro wird in Griechenland das Olympische Feuer entzündet. Nun geht die Flamme auf große Reise.

Das Olympische Feuer ist 107 Tage vor Eröffnung der Sommerspiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) im Heiligen Hain des antiken Olympia in Griechenland entzündet worden.

Im Beisein des deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach wurde das Feuer in einer traditionellen Zeremonie um 11.53 Uhr MESZ mit einem Parabolspiegel durch die Strahlen der Sonne entfacht.

Vom Tempel der Hera aus nimmt die Fackel ihren Weg quer durch Griechenland, dann in die Schweiz nach Lausanne, dem Sitz des Internationalen Olympischen Komitees.

Bach zuversichtlich

Am 3. Mai beginnt mit der Ankunft in der Hauptstadt Brasilia die rund 20.000 km lange Stafette durch 329 Städte des Gastgeberlandes Brasilien.

Der deutsche IOC-Chef Bach blickte voller Zuversicht auf die Spiele in Brasilien.

"Die Spiele sind bereit, die operative Phase abgeschlossen, wir können uns gemeinsam mit dem Organisationskomitee auf die Durchführung konzentrieren", sagte der Fecht-Olympiasieger von 1976.

Das OK habe im vergangenen Jahr großartige Fortschritte gemacht, "wir sind sehr zuversichtlich, dass es exzellente Spiele werden", erklärte oberste Olympier. Die Arenen sind fast alle fertig, die Testevents liefen abgesehen vom Problemfall Velodrom und den üblichen kleinen Mängeln vielversprechend.

Krise in Brasilien

Trotz des blauen Himmels während der Zeremonie hängen dunkle Wolken über den ersten Spielen in Südamerika. Bach ist überzeugt, dass "die Menschen Brasiliens die Welt enthusiastisch empfangen und uns mit ihrer Lebensfreude und Leidenschaft für den Sport verblüffen werden", doch die Realität dürfte wohl anders aussehen.

Brasilien steckt mitten in einer schweren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krise. Depression macht sich breit.

In diesem ungünstigen Klima wurden erst rund 50 Prozent der Tickets verkauft.

"Die Spiele sind noch nicht im Bewusstsein der Menschen", klagte jüngst Sportminister Ricardo Leyser.

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