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Die Weltranglistenerste Kristina Bröring-Sprehe geht als Mit-Favoritin in die Einzel-Wettbewerbe © Getty Images

"Drei bis fünf Medaillen" wollen die deutschen Reiter von den Olympischen Spielen im August in Rio mitbringen.

Dieses vom Bundesinnenministerium (BMI) und dem Deutschen Olympiadekomitee für Reiterei (DOKR) gemeinsam erarbeitete Ziel verkündete Dennis Peiler, Geschäftsführer des nationalen Verbandes FN. "In London 2012 waren es fünf Medaillen, davon zwei goldene", sagte Peiler: "Daran haben wir uns auch dieses Mal orientiert."

Offen von Gold spricht Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu. "Das Ziel in Rio ist klar definiert", sagte die einstige Weltklassereiterin: "Wir wollen Gold mit der Mannschaft plus eine Einzelmedaille." Die Konkurrenz für die Weltranglistenerste Kristina Bröring-Sprehe und Isabell Werth im Einzel kommt vor allem aus Großbritannien: London-Olympiasiegerin Charlotte Dujardin und ihr Valegro waren zuletzt in allen großen Championaten nicht zu schlagen.

Unter großem Druck stehen die Vielseitigkeitsreiter, die in London mit Gold im Team und im Einzel durch Michael Jung alles abräumten. "Druck ist gut", sagte Bundestrainer Hans Melzer: "Wir haben in den letzten Jahren eine tolle Serie hingelegt, und die wollen wir schon gerne fortsetzen." Melzer schöpft aus dem Vollen, seine schwerste Entscheidung bei der Nominierung wird es sein, "es denen mitzuteilen, die nicht dabei sind".

Die Springreiter definieren als Ziel "eine Mannschaftsmedaille, und im Einzel müssen wir dann mal sehen", sagte Bundestrainer Otto Becker, der einen nicht zu erfüllenden Wunsch hat: "Im Moment sind alle unsere Toppferde in so guter Verfassung, dass ich sie bis Rio am liebsten in eine Glasvitrine stellen würde, nur zum Anschauen. Aber natürlich müssen sie alle noch einige Turniere gehen."

Die beiden wichtigsten Sichtungen sind die deutschen Meisterschaften im Juni in Balve und der CHIO im Juli in Aachen. Die endgültige Nominierung erfolgt am 18. Juli. Pro Disziplin gehen vier Reiter und Pferde sowie je ein Ersatzreiter plus Pferd nach Rio. Der logistische Aufwand ist enorm: Pro Pferd werden allein 800 kg Gepäck und 120 kg Futter veranschlagt.

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