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Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking stand das "Vogelnest" im Mittelpunkt
Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking stand das "Vogelnest" im Mittelpunkt © Getty Images

Die russische Leichtathletik gerät noch stärker unter Druck. jetzt steht auch Hochsprung-Olympiasiegerin Anna Tschitscherowa unter Dopingverdacht.

Die russische Hochsprung-Olympiasiegerin Anna Tschitscherowa steht laut der Nachrichtenagentur TASS unter Doping-Verdacht.

Nach Angaben ihres Trainers Jewgeni Sagorulko soll der Nachtest einer Dopingprobe der 33-Jährigen von den Sommerspiele in Peking 2008 positiv gewesen sein.

"Anna hat vor drei Tagen die Nachricht erhalten, dass eine Probe positiv war", wurde Sagorulko am Dienstag zitiert: "Im Moment ist dies noch nicht offiziell bestätigt worden, aber wir sind uns der Tatsache bewusst und müssen damit umgehen."

Bereits zuvor hatte die Nachrichtenagentur davon berichtet, dass unter den in der vergangenen Woche bei Nachtests von Peking positiv getesteten 31 Sportlern insgesamt 14 russische Athleten seien.

Tschitscherowa ist eine der herausragenden Leichtathletinnen Russlands. Bei den Spielen in Peking gewann sie die Bronzemedaille, vier Jahre später holte sie Gold in London.

Seit 2007 kam sie bei jeder Weltmeisterschaft auf das Podest, 2011 wurde sie Weltmeisterin - nur ein Jahr nach der Geburt ihres Kindes.

Auch für die Spiele in Rio war sie eine der Medaillenanwärterinnen, sollte die Suspendierung des russischen Leichtathletik-Verband RUSAF im Vorfeld noch aufgehoben werden. Darüber entscheidet der Weltverband IAAF voraussichtlich am 17. Juni in Wien.

Sollten sich die TASS-Informationen bewahrheiten, wäre dies für die unter Druck geratene Sport-Großmacht ein weiterer Rückschlag.

Nach dem Ausschluss der RUSAF und der massiven Doping-Vorwürfe bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi mit angeblich mindestens 15 gedopten russischen Medaillengewinnern mehren sich derzeit die Stimmen, die ein Aus des gesamten russischen Teams für die Sommerspiele in Rio (5. bis 21. August) fordern.

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