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Bobpilot Alexander Subkow trug bei der Eröffnungsfeier in Sotschi die russische Fahne
Der unter Verdacht stehende Bobpilot Alexander Subkow trug in Sotschi die russische Fahne © DPA Picture-Alliance

Der DLV-Präsident spricht sich nach den jüngsten Doping-Vorwürfen gegen russische Athleten für einen Olympia-Ausschluss aus. Auch Michael Vesper fordert Konsequenzen.

DLV-Präsident Clemens Prokop hat sich nach den jüngsten Doping-Vorwürfen gegen russische Athleten bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi für einen Ausschluss der gesamten russischen Mannschaft von den bevorstehenden Sommerspielen in Rio (05. bis 21. August) ausgesprochen.

"Die neuen Veröffentlichungen bestätigen meinen Verdacht, dass nicht nur die russische Leichtathletik ein Doping-Problem hat", sagte Prokop: "Die Vorwürfe wiegen schwer. Wenn in Russland so systematisch gedopt wird, sollte die gesamte russische Mannschaft nicht bei Olympia in Rio starten."

Die wegen früherer Doping-Anschuldigungen suspendierten russischen Leichtathleten kämpfen derzeit um ihre Wiederaufnahme in den Weltverband IAAF und ihren Start in Rio.

Darüber will das Council der IAAF Anfang Juni entscheiden. Auch Kenias Mannschaft droht für Rio die Rote Karte, nachdem die WADA das ostafrikanische Land als "nicht regelkonform mit dem Anti-Doping-Code" einstufte.

Auch Michael Vesper, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hat die möglichen Dopingpraktiken russischer Athleten bei den Olympischen Winterspielen 2014 verurteilt und harte Konsequenzen gefordert.

"Die neuen Vorwürfe gegen Russland wegen staatlich gelenkter Dopingpraktiken sind erschreckend und ein Tiefschlag für die ganze olympische Bewegung. Die WADA muss sie schnellstmöglich und rückhaltlos aufklären", sagte Vesper und nahm die Welt-Anti-Doping-Agentur in die Pflicht.

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