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Alfons Hörmann ist seit Dezember 2013 DOSB-Präsident © Getty Images

Der DOSB-Präsident Alfons Hörmann geht nach den Doping-Vorwürfen des russischen Hochsprung-Stars Jelena Issinbajewa in die Offensive. Er fordert Fakten.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat nach den Doping-Anschuldigungen gegen Deutschland Fakten von der russischen Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa gefordert.

"Sie muss Argumente liefern, wie sie zu dieser Einschätzung kommt. Dass Betroffene Parallelen zu anderen ziehen, ist nachvollziehbar. Es bringt aber nichts, mit dem Finger wechselseitig auf andere zu zeigen", sagte Hörmann am Dienstag in Frankfurt. Issinbajewa hatte in einem Interview vier Ländern, darunter auch Deutschland, systematisches Doping vorgeworfen.

"Wir alle wissen, dass in anderen Ländern wie USA, Großbritannien, Deutschland und Kenia einige Sportler disqualifiziert wurden. Die haben sich in Ruhe für zwei Jahre zurückgezogen, ohne das Training zu unterbrechen, und kamen danach zurück", hatte Issinbajewa im Fernsehsender Russia Today erklärt: "Wir wissen, dass dort Doping systematisch eingenommen wird."

Hörmann geht davon aus, dass es im Falle eines Olympia-Aus für russische Sportler zu juristischen Auseinandersetzungen kommen wird.

"Sollte es dazu kommen, wird es spannend, ob der Ausschluss bis zu Olympia hält. Man muss kein Prophet sein, dass einige vor den CAS ziehen oder mit einstweiligen Verfügungen arbeiten werden", sagte Hörmann: "Ich beneide diejenigen nicht, die die Entscheidung zu treffen haben. Wir wollen keinen Ratschlag geben, weil wir die Details nicht kennen."

Voraussichtlich am 17. Juni entscheidet der Leichtathletik-Weltverband IAAF in Wien über die Wiederaufnahme des derzeit suspendierten russischen Verbandes IAAF.

Nur dann wäre ein Start in Rio möglich.  

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