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Die Armeesoldaten sollen an wichtigen Zufahrten als Schutzpolizei fungieren.
Die Armeesoldaten sollen an wichtigen Zufahrten als Schutzpolizei fungieren. © Getty Images

Aufgeschreckt von der beängstigenden Zunahme der Gewalttaten seit Jahresbeginn hat Olympia-Gastgeber Rio de Janeiro für die Sommerspiele (5. bis 21. August) die brasilianischen Streitkräfte um Unterstützung gebeten.

Die Armeesoldaten sollen an neuralgischen Punkten in der Stadt, vor allem an den Zufahrten zu den Wettkampfstätten nahe gelegenen Favelas, als Schutzpolizei fungieren.

Eine entsprechende Anfrage wird laut José Mariano Beltrame, für die Sicherheit im Bundesland Rio zuständiger Sekretär, an Interimspräsident Michel Temer gestellt.

Am Donnerstag wurde zudem bekannt, dass die für die Sportarenen zuständige Sondertruppe der "Nationalen Streitkraft für Sicherheit" um 2000 Soldaten auf 9300 Mann aufgestockt wird. Damit könnten während der Spiele weit mehr als die ursprünglich geplanten 85.000 Sicherheitskräfte eingesetzt werden.

Ebenfalls am Donnerstag publizierte das Institut für Öffentliche Sicherheit (ISP) alarmierende Zahlen zu Verbrechen im Bundesland Rio, das mit rund 16,5 Millionen Einwohnern fast die Größe Nordrhein-Westfalens hat.

So gab es in den ersten vier Monaten 1715 vorsätzliche Mordtaten und damit eine Steigerung von 15,8 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Auch Raubtaten verzeichneten eine Zunahme, die von Handys gar um 64,2 Prozent.

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