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Die russischen Leichtathleten dürfen an den Paralympics teilnehmen
Die russischen Leichtahtleten dürfen nicht an den Olympischen Spielen in Rio teilnehmen © Getty Images

Nach dem Olympia-Aus für die russischen Leichtathleten macht Russland ernst. Die Moskauer Justiz ermittelt gegen Whistleblower Gregori Rodtschenkow.

Einen Tag nach dem Olympia-Aus für Russlands Leichtathletik hat die Justiz in Moskau Ermittlungen gegen Whistleblower Gregori Rodtschenkow wegen Machtmissbrauchs eingeleitet.

Das Verfahren gegen den im Vormonat in die USA geflüchteten Ex-Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors bestätigte das staatliche Untersuchungskomitee am Samstag.

Rodtschenkow hatte im Mai öffentlich schwere Vorwürfe gegen die verantwortlichen Stellen seines Heimatlandes wegen der Manipulation von Dopingkontrollen bei den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi erhoben.

Demnach sollen die Gastgeber die Dopingkontrollen mehrerer Dutzend russischer Athleten, darunter 15 Medaillengewinner, gegen garantiert negative Urinproben vertauscht haben.

"Rodtschenkow versucht, durch seine Behauptungen eigene Versäumnisse und persönliches Fehlverhalten zu vertuschen. Sein Verhalten hat den gesetzlich geschützten Interessen des russischen Staates großen Schaden zugefügt und die russische Anti-Doping-Politik diskreditiert", erklärten die Ermittler in einer offiziellen Mitteilung.

Russlands Leichtathletik-Verband RUSAF bleibt aufgrund einer Entscheidung des Weltverbandes IAAF vom vergangenen Freitag auf unbestimmte Zeit und damit auch für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) gesperrt.

Zur Begründung für die Maßnahme führt die IAAF systematisches Doping in Russland an.

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