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Das Zika-Virus sorgt bei den Athleten vor Rio für viel Gesprächsstoff
Das Zika-Virus macht vielen Sportlern vor dem Start der Olympischen Spiele Sorgen © Getty Images

Forscher machen Hoffnung im Kampf gegen das in Rio de Janeiro weit verbreitete Virus. Für die Sportler bei den Olympischen Spielen kommt der Durchbruch aber wohl zu spät.

Hoffnungsschimmer im Kampf gegen das gefährliche Zika-Virus: Europäische Forscher haben Antikörper entdeckt, die das Virus attackieren.

Sie hoffen, dass dies ein großer Schritt bei der Entwicklung eines Impfstoffes sein könnte. Die Antikörper würden Zika in menschlichen Zellen unter Laborbedingungen neutralisieren und zudem gegen das Dengue-Fieber helfen, das mit Zika verwandt ist.

Für die Zeit der Olympischen Spiele (5. bis 21. August) dürfte der mögliche Durchbruch aber nicht mehr relevant sein. Wegen der Gefahr durch das Virus haben bereits mehrere Sportler ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro abgesagt.

Am Mittwoch gab Golfprofi Rory McIlroy als erster Superstar bekannt, nicht an den Spielen teilzunehmen.

Das von der Stechmücke Aedes aegypti übertragene Zika-Virus soll bei einer Infektion von Schwangeren Schädelfehlbildungen beim ungeborenen Kind zur Folge haben.

Laut dem WHO-Zika-Report vom 4. Mai ist der Krankheitserreger in 57 Ländern und Hoheitsgebieten aktiv, 37 davon auf dem amerikanischen Doppel-Kontinent.

Brasiliens Gesundheitsbehörde vermeldete in ihrem jüngsten epidemiologischen Bericht 91.387 Verdachtsfälle im Jahr 2016, ein Drittel davon bereits bestätigt. Mit 25.930 wahrscheinlich auf den Virus zurückzuführenden Erkrankungen ist das Bundesland Rio de Janeiro nationaler Spitzenreiter.

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