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Polizei in Rio
Die Zahl der Verbrechen in Rio de Janeiro ist im Jahr 2016 deutlich gestiegen © Getty Images

Bei einem Überfall in Rio de Janeiro wird die brasilianische Sportschützin Anna Paula Cotta schwer verletzt. Die Zahl der Verbrechen in der Olympia-Stadt steigt dramatisch.

Ein weiterer schwerer Zwischenfall erschüttert die Vorbereitung auf die Sommerspiele in Rio de Janeiro.

Bei einem Raubüberfall in der Olympiastadt ist die brasilianische Sportschützin Anna Paula Cotta in den Kopf geschossen und schwer verletzt worden. Dies berichten übereinstimmend mehrere Tageszeitungen.

Demnach wurde die 27-Jährige, die sich noch Hoffnungen auf das Olympia-Ticket gemacht hatte, an einer vorgetäuschten Straßensperre im Norden von Rio von vier bewaffneten Personen überfallen, die das Feuer eröffneten, als Cotta in ihrem Auto zu fliehen versuchte.

Nach 50 Metern prallte das Fahrzeug mit der getroffenen Cotta gegen eine Wand.

Dramatischer Anstieg krimineller Aktivitäten

Cotta, bei den olympischen Test-Wettkämpfen im April 57. mit der Pistole, wurde von Rettungskräften befreit und ins Krankenhaus gebracht. Nach einer OP am Donnerstagmorgen wurde ihr Zustand als ernst bezeichnet.

Seit Jahresbeginn hat die Zahl der Gewalttaten in Rio de Janeiro in beängstigendem Maße zugenommen. Der Olympia-Gastgeber hat für die für die Sommerspiele (5. bis 21. August) bereits die brasilianischen Streitkräfte um Unterstützung gebeten. Die Armeesoldaten sollen an neuralgischen Punkten in der Stadt, vor allem an den Zufahrten zu den Wettkampfstätten nahe gelegenen Favelas, als Schutzpolizei fungieren.

Im Bundesstaat Rio gab es in den ersten vier Monaten des Jahres 2016 1715 vorsätzliche Mordtaten und damit eine Steigerung von 15,8 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Auch Raubtaten verzeichneten eine Zunahme, die von Handys gar um 64,2 Prozent.

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