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Launch of Medals and Victory Ceremonies for the Rio 2016 Olympic and Paralympic Games
Eine Olympia-Medaille wiegt 500 Gramm © Getty Images

Die Organisatoren präsentieren das Design der Medaillen in Rio. Es soll "die Beziehung zwischen den Stärken der Olympischen Helden und der Kräfte der Natur darstellen".

52 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele haben die Organisatoren und die brasilianische Münzprägestätte die Optik der olympischen und paralympischen Medaillen enthüllt.

Die Olympia-Medaillen zeigen auf der einen Seite die griechische Siegesgöttin Nike mit dem Panathinaiko-Stadion in Athen, dem ersten Olympiastadion der Neuzeit, und der Akropolis im Hintergrund. Die andere Seite zeigt das Logo der Spiele umrahmt von Lorbeerblättern, das Symbol des Sieges im antiken Griechenland.

Wie es auf der Internetseite von Rio 2016 heißt, soll das Design der 500 Gramm schweren Plaketten "die Beziehung zwischen den Stärken der Olympischen Helden und der Kräfte der Natur darstellen".

Die Goldmedaillen sei nach strengen Nachhaltigkeitskriterien produziert worden, die Silber- und Bronzemedaille bestehe zu 30 Prozent aus recycelten Materialien. Das Medaillenband sei zur Hälfte aus recycelten Kunststoffflaschen hergestellt worden.

Die paralympischen Medaillen enthalten zudem eine kleine Vorrichtung, die beim Schütteln ein spezielles Geräusch von sich gibt, damit auch sehbehinderte Athleten wissen, ob es sich um Gold, Silber oder Bronze handelt. Gold macht das lauteste Geräusch, Bronze das leiseste. Insgesamt wurden 2488 Medaillen hergestellt: 812 in Gold, 812 in Silber und 864 in Bronze.

IOC-Präsident Bach trifft sich mit Temer

Bei seinem ersten Treffen mit Brasiliens Interims-Staatsoberhaupt hat IOC-Präsident Thomas Bach derweil von Michel Temer eine "bedingungslose Zusage für den Erfolg der Spiele" vom 5. bis 21. August in Rio de Janeiro erhalten.

Es werde die mit der durch ein Amtsenthebungsverfahren zunächst für 180 Tage beurlaubten Regierungschefin Dilma Rousseff abgestimmte Linie fortgeführt.

Der deutsche Funktionär bat weiterhin, Sport und Politik nicht zu vermischen. "Ich hoffe, dass die Spiele die Brasilianer einigen", sagte der 62-Jährige angesichts eines durch die politische Krise zerrissenen Landes und bekräftigte: "Das IOC greift nicht in Landespolitik ein."

Eine Einladung an Rousseff, als Gast den Wettkämpfen beizuwohnen, müsse damit auch von Brasilien und dem Organisationskomitee ausgehen. Vermutlich wird der brasilianische Senat noch während der Spiele über das endgültige politische Schicksal der 68-Jährigen entscheiden.

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