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Betty Heidler holte in London Bronze
Betty Heidler holte in London Bronze © Getty Images

Eine russische Hammerwerferin war 2012 in London offenbar gedopt. Die Deutsche Betty Heidler könnte nun nachträglich auf den Silberrang aufrücken.

Hammerwerferin Tatjana Lyssenko (32) ist offenbar unter den acht russischen Athleten, die bei Nachtests von den Olympischen Spielen 2012 in London des Dopings überführt wurden.

Das berichtet der russische Sportsender Match TV. Der Ex-Weltmeisterin droht damit der Entzug ihrer Goldmedaille und eine lebenslange Sperre. Sollte sich der positive Test bestätigen, würde Betty Heidler auf den Silberrang vorrücken.

Die Namen der Athleten, die in London positiv getestet wurden, sollen erst nach der Analyse der B-Probe offiziell veröffentlicht werden.

Zuletzt hatte das russische olympische Komitee (ROC) bestätigt, dass acht der insgesamt 23 bei Nachtests erwischten Athleten aus Russland stammen.

Lyssenko, die seit ihrer Heirat den Nachnamen Beloborodowa trägt, war bereits von 2007 bis 2009 wegen Dopings gesperrt, zudem soll sie auch bei Nachtests von Proben der WM 2005 positiv gewesen sein. Auch Kugelstoßerin Jewgenija Kolodko soll in London gedopt gewesen sein, die 25-Jährige hatte vor vier Jahren Silber gewonnen.

Wegen ihres massiven Dopingproblems sind Russlands Leichtathleten derzeit für alle internationalen Wettkämpfe gesperrt.

Der Weltverband IAAF entscheidet wahrscheinlich am 17. Juni, ob der Bann vor den Olympischen Spielen in Rio (5. bis 21. August) aufgehoben wird.

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