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Russland gewann den Medaillenspiegel der WM 2013 mit sieben Goldmedaillen © Getty Images

Ein Ermittler erhebt Vorwürfe gegen Russland. Er will beweisen können, dass das russische Sportministerium das Vertuschen von positiven Dopingproben angeordnet hat.

Der Auftrag zur Vertuschung soll aus dem Moskauer Machtapparat gekommen sein: Russlands Sportministerium hat angeblich die Verschleierung positiver Dopingproben bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2013 in Moskau angeordnet.

Das erklärte ein im Zuge des Doping-Skandals in Russland von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA eingesetzter, unabhängiger Ermittler am Freitag.

Richard H. McLaren, der der vom Weltverband IAAF eingesetzten Task Force zur Untersuchung des mangelhaften Anti-Doping-Systems in Russland zuarbeitete, sprach in einer Stellungnahme von "Beweisen" für durch das Sportministerium angeordnete Manipulationen.

Demnach habe dieses das inzwischen wieder für Bluttests akkreditierte Moskauer Anti-Doping-Labor angeleitet, positive Proben vor, während und nach der WM nicht zu melden.

Am Freitagabend hatte die IAAF die seit November 2015 bestehende Sperre gegen den russischen Verband RUSAF über die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) hinaus verlänert.

Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wird am Samstag in einer Telefonkonferenz über die neue Situation beraten.

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