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Die Olympischen Sommerspiele in Rio haben den nächsten Skandal
Die Olympischen Sommerspiele in Rio haben den nächsten Skandal © Getty Images

Die WADA suspendiert sechs Wochen vor dem Olympia-Start das Anti-Doping-Labor in Rio de Janeiro. Das Labor kann gegen die Entscheidung Einspruch einlegen.

Sechs Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele hat die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA das Anti-Doping-Labor in Rio de Janeiro gesperrt.

Damit darf das Labor in der brasilianischen Metropole unter anderem keine Blut- und Urinproben mehr analysieren. Wie die WADA am Freitag mitteilte, wurde die Suspendierung der Akkreditierung wegen "einer Nichtübereinstimmung mit dem Internationalen Standard für Laboratorien (ISL)" verhängt.

Das Labor wurde nach WADA-Angaben bereits am Mittwoch informiert. Innerhalb von 21 Tagen kann das Labor gegen die Entscheidung Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen.

"In der Zwischenzeit wird die WADA mit dem Rio-Labor eng zusammenarbeiten, um das erkannte Problem zu lösen", wurde der angehende WADA-Generaldirektor Olivier Niggli in einem Statement zitiert. Er versicherte, dass die Sperre nur dann aufgehoben werde, wenn das Labor optimal arbeite, und dass "die beste Lösung geschaffen werde, um sicherzustellen, dass die Untersuchung der Proben für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Rio verlässlich ist."

Untersuchungen, die planmäßig im Labor von Rio durchgeführt werden sollten, werden bis auf weiteres von anderen Einrichtungen mit WADA-Akkreditierung weltweit durchgeführt. Die WADA will gewährleisten, dass die Proben sicher und zeitnah transportiert werden.

Die WADA wird nun einen Disziplinarausschuss einsetzen, der den Fall überprüft und Empfehlungen zum Akkreditierungsstatus des Labors gibt. Die Sperre gilt zunächst für sechs Monate oder bis die WADA-Exekutive nach der Überprüfung eine Entscheidung trifft.

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