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Alfons Hörmann ist Präsident des DOSB © Getty Images

DOSB-Präsident Alfons Hörmann befürwortet das Vorgehen des IOC bei der Entscheidung über eine Strafe für Russland. Das Urteil werde Signalwirkung haben.

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), befürwortet das behutsame Vorgehen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bei der Entscheidung über einen möglichen Ausschluss Russlands von den Olympischen Spielen in Rio.

"Es handelt sich um eine sporthistorisch einmalige und sehr weitreichende Entscheidung. Es spricht vieles dafür, solche Dinge in Ruhe zu reflektieren und dann zu entscheiden", sagte Hörmann bei Sky:

"Man muss jetzt abwarten, was das höchste Sportgericht entscheidet, das hat Signalwirkung. Es geht jetzt nicht um eine schnelle, sondern die bestmögliche Entscheidung. Das, was jetzt entschieden wird, muss ein wichtiger Meilenstein im Anti-Doping-Kampf sein."

Das IOC will zunächst die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes CAS bezüglich des Einspruchs von 68 russischen Leichtathleten abwarten, die vom Leichtathletik-Weltverband IAAF nicht für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zugelassen worden waren. Die Entscheidung des CAS soll spätestens am Donnerstag fallen.

Darüber hinaus fordert Hörmann den weltweiten Anti-Doping-Kampf "auf eine neue Stufe der Professionalität" zu führen.

"Man muss den Standard, der in zahlreichen Ländern erfolgreich entwickelt wurde, unter anderem in Deutschland, über die WADA auf andere Länder weltweit übertragen. Dann wird es Schritt für Schritt mehr Chancengleichheit geben und dann kann es ein solches System wie in Russland nicht mehr geben. Die Zeiten von Staatsdoping müssen ein für alle Mal beendet sein", so der 55-Jährige. 

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