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Die Australier wollten zunächst nicht ins Olympische Dorf ziehen
Die Australier wollten zunächst nicht ins Olympische Dorf ziehen © Getty Images

Erst üben die Australier harsche Kritik am baulichen Zustand des Olympischen Dorfes und wollen nicht einziehen. Doch nun gibt die Delegationsleiterin Entwarnung.

Nach ihrer harschen Kritik am baulichen Zustand des Olympischen Dorfes in Rio de Janeiro hat die australische Mannschaft Entwarnung gegeben.

Die Delegationsleiterin war nach einer neuerlich Besichtigung erfreut über die in Kürze erzielten "fantastischen Fortschritte".

"Sie arbeiten sehr hart"

"Sie arbeiten sehr hart, sind sehr fokussiert. Ich denke, wir werden am Mittwoch in der Lage sein, alle Mannschaftsmitglieder ins Dorf einziehen zu lassen", sagte Kitty Chiller am Montag.

Noch am Sonntag hatte die australische Delegation den Einzug in die Athleten-Unterkunft für die Spiele (5. bis 21. August) verweigert.

Bemängelt wurden verstopfte Toilettenabflüsse, undichte Rohre, schlecht isolierte Kabel, unbelichtete Treppenhäuser und Schmutz in vielen Ecken.

"Als wir alles ausprobiert hatten, fingen die Probleme an", berichtete Chiller am Montag auf einer Pressekonferenz, "als wir verschiedene Schalter und Hebel betätigten, lief das Wasser an Decken und Wänden herunter."

Das Olympische Dorf hatte am Sonntag offiziell seine Pforten geöffnet.

19 von 31 Gebäuden nicht fertig?

Auf dem 200.000 Quadratmeter großen Grundstück stehen 31 Wohntürme mit je 17 Stockwerken.

In den 3604 Appartments sollen in den kommenden vier Wochen insgesamt 17.950 Sportler und Teammitglieder wohnen.

Laut eines Berichts des Guardian sind von den 31 Wohngebäuden 19 noch nicht fertiggestellt.

Das Rio-OK sprach dagegen davon, dass nur noch fünf Prozent der Wohnräume noch Fehler aufweisen.

Erhebliche Finanzierungsprobleme

Fakt ist jedoch, dass der Verkauf der Wohnungen des Olympischen Dorfes weit hinter den Erwartungen bleibt. So waren zu Beginn des Jahres erst 240 der 3604 Apartments an den Mann gebracht worden.

Dies führte zu erheblichen Finanzierungsproblemen beim Bau des Dorfes.

Der Chef der Baugesellschaft, Marcelo Odebrecht, wurde im Juni wegen Korruption zu 19 Jahren Haft verurteilt.

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