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Dagur Sigurdsson vergibt keinen EM-Bonus © Getty Images

Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson schließt einen EM-Bonus für die Olympia-Kadernominierung aus. Stattdessen setze er voll auf das Leistungsprinzip.

Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson (43) setzt bei der Nominierung seines Kaders für die Olympischen Spiele (5. bis 21. August) voll auf das Leistungsprinzip.

"Einen EM-Bonus gibt es eigentlich nicht", sagte der Isländer vor dem wegweisenden Testspiel der deutschen Europameister gegen den achtmaligen Afrika-Champion Tunesien am Mittwoch in Stuttgart.

Am Donnerstag, das kündigte Sigurdsson während einer Pressekonferenz am Montag in Stuttgart an, wird er sein Team für Rio beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) benennen. 21 Spieler kämpfen um die 14 Plätze.

Einige EM-Helden müssen zu Hause bleiben

Aufgrund der geringen Kadergröße bei Olympischen Spielen werden zwangsläufig auch Spieler zu Hause bleiben müssen, die im Januar sensationell den EM-Titel geholt hatten.

"Alle Spieler hätten es verdient mitzufahren", sagte Sigurdsson. Die Nominierung sei "schwieriger" als vor einer EM oder WM. "Wir werden hoffentlich die richtigen Entscheidungen treffen."

Neben den 14 fest nominierten Spielern darf Sigurdsson noch einen Reservisten melden, der eine sogenannte P-Akkreditierung erhält und als Ersatzmann mit nach Brasilien reist. Für das Spiel gegen Tunesien sind bis auf Steffen Fäth alle Akteure einsatzbereit.

Der Rückraumspieler wird nach seinem Mittelhandbruch noch geschont.

Vorbereitung gegen Frankreich und Dänemark

Die unmittelbare Olympia-Vorbereitung bestreitet der endgültige deutsche Kader dann vom 19. bis 29. Juli in Stuttgart und Hannover. Bei einem Turnier in Straßburg (22. bis 24. Juli) mit Olympiasieger Frankreich, dem zweimaligen Europameister Dänemark und Afrikameister Ägypten holt sich das Team den letzten Feinschliff, bevor es am 1. August nach Rio geht.

Wir müssen den Schwung vom EM-Titel mitnehmen", sagte DHB-Teammanager Oliver Roggisch 27 Tage vor dem olympischen Auftaktspiel gegen Rekord-Europameister Schweden (7. August) und bezeichnete Olympia als "eine riesen Chance für jeden einzelnen Spieler".

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