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Alfons Hörmann
Alfons Hörmann ist seit Dezember 2013 Präsident des DOSB © Getty Images

Die Medaillenausbeute der deutschen Sportler bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) wird keinen großen Einfluss auf die Reform zur Förderung des deutschen Spitzensports haben.

Das bekräftigte Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) am Olympiastützpunkt in Kienbaum.

"Das Medaillenergebnis von Rio kann gar nicht so schlecht oder nicht so gut sein, dass es uns von unserem Kurs eines nachhaltig erfolgreichen Systems abbringen könnte", sagte Hörmann. Seit Monaten wird über die Neuordnung der Finanzierung des deutschen Spitzensports diskutiert. Wichtigster Geldgeber ist das Bundesinnenministerium (BMI), das derzeit etwa 150 Millionen Euro pro Jahr beisteuert.

Zuletzt hatte es einen Streit zwischen der DOSB-Spitze und Vertretern der Spitzenverbände gegeben, der in einem Acht-Augen-Gespräch beigelegt wurde. "Wir werden uns am 21. September wieder zusammensetzen. Das ist dann keine Krisensitzung, sondern eine planmäßige Sitzung. Und da werden die Eckpunkte der Reform festgelegt", so Hörmann. Vorgestellt werden soll die Reform Mitte Oktober im Sportausschuss des Deutschen Bundestages.

Wenig Verständnis zeigte Hörmann für die immer wieder aufkommende Debatte um die Medaillenerwartungen bei den Spielen in Rio. Laut DOSB soll das Ergebnis von London 2012 mit 44 Medaillen wiederholt werden, Hörmann meinte aber: "Ich halte es für falsch, den Athleten permanent eine gewisse Zahl vorzugeben. Wir diskutieren immer über mündige Athleten. Dann ist es auch ein wichtiges Element, dass die Athleten ihre eigenen Ziele definieren."

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