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GERMANY-IAAF-CORRUPTION-DOPING-ATHLETICS
Richard Pound, ehemaliger Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), fordert einen Komplettausschluss Russlands von den Olympischen Spielen 2016. © Getty Images

IOC-Mitglied Richard Pound fordert ein konsequentes Durchgreifen des IOC beim Ausschluss Russlands von Rio, ohne Rücksicht auf unschuldige Athleten.

Richard Pound, ehemaliger Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees, hat das IOC dazu angehalten, mit einem Komplett-Ausschluss Russlands von den Olympischen Spielen in Rio (5. bis 21. August) Verantwortung für die Spiele zu übernehmen.

"Es ist wichtig, dass das IOC Kontrolle über seine Spiele übernimmt und die ethischen Standards des Fair Play unterstützt. Wenn es das nicht tut, wird es weltweit schrecklich viel Ansehen verlieren", sagte der 74-Jährige am Donnerstag bei Sky.

Auf mögliche unschuldige Athleten kann laut Pound bei der Verteidigung der Olymischen Idee keine Rücksicht genommen werden. "Jeder ist entweder im Programm oder trägt zumindest eine Mitschuld. Es ist schade, wenn es im System unschuldige Athleten gibt", sagte der Kanadier und lieferte auch den Grund für seine Ansichten: "Die Regierung hat entschieden, Betrug in Russland zu institutionalisieren."

Am Mittwoch gab das IOC bekannt, dass mit einer Entscheidung über den Ausschluss Russlands bis zum 26. Juli zu rechnen sei. Der am Montag veröffentlichte McLaren-Bericht hatte bestätigt, dass im größten Land der Erde in den letzten Jahren ein vom Staat gelenktes Doping-System existiert hat.

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