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Alexei Korovashkow (l.) darf nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen © Getty Images

Der Kanu-Weltverband ICF versagt fünf Russen die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Wer ausschere, gehöre nicht dazu.

Der Kanu-Weltverband hat fünf russische Rennsportkanuten für die Olympischen Spiele in Rio (5. bis 21. August) gesperrt. Dies teilte die ICF am Dienstag mit.

Demnach dürfen London-Olympiasieger Alexander Djatschenko, der fünfmalige Weltmeister Alexei Korowaschkow und Andrej Krator sowie bei den Frauen Jelena Anijuschina und Natalia Podolskaja die Reise nach Brasilien nicht antreten.

Auch im Segeln gab es am Dienstag eine Sperre. Pawel Sozykin, Dritter der 470er-Europameisterschaften von 2015, wurde vom Weltverband auf Grundlage des McLaren-Reports nicht zugelassen. Im Gegensatz dazu sind alle 18 qualifizierten russischen Sportschützen in Brasilien am Start. Dies gab der Weltverband ISSF am Dienstag bekannt.

Das nun ausgeschlossene Kanu-Quintett hatte sich bei der Sprint-WM 2015 in Mailand für Rio qualifiziert. Ihre Namen tauchen aber laut ICF im McLaren-Report auf, womit sie nachweislich in das Staatsdoping in Russland eingebunden waren. Ursprünglich waren 19 russische Kanuten für Rio vorgesehen. "Wir sind uns darüber einig, dass du nicht dazugehören kannst, wenn du ausscherst", sagte ICF-Generalsekretär Simon Toulson.

Nach dieser Entscheidung werden vier Startplätze für Rio an andere Nationen vergeben. Davon hätte auch der Deutsche Kanu-Verband (DKV) profitieren können. Ihm wurde ein zusätzlicher Quotenplatz bei den Damen zugewiesen. Der DKV wird diesen zusätzlichen Startplatz aber nicht wahrnehmen.

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