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DOSB New Year Reception
Alfons Hörmann ist Präsident des Deutschen Olympischen Sport-Bundes © Getty Images

DOSB-Präsident Alfons Hörmann bezeichnet die Dopingpraktiken in Russland als "schockierend" und nennt mögliche Strafen. Der russische Sport müsse jedoch Zukunft haben.

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), ist für harte Sanktionen gegen Russland nach der Veröffentlichung des McLaren-Reports. In dem am Montag in Toronto publizierten Bericht wird jahrelanges systematisches Doping im größten Land der Erde belegt.

"Das Ausmaß der nun bestätigten Vorwürfe ist schockierend", sagte Hörmann, "das IOC wird nun den Bericht auswerten und daraus die notwendigen Konsequenzen ziehen. Da es sich offenbar um staatlich gelenkte, systematische Vertuschung von Doping und um Betrug handelt, müssen zweifelsohne entsprechende Sanktionen verhängt werden bis hin zum möglichen Ausschluss weiterer Sportarten oder sogar des gesamten russischen NOKs. Wer die Werte des Sports wie Fair Play und Chancengleichheit auf diese bewusste Art mit Füßen tritt, muss auf die Strafbank."

Im Zuge der Sanktionierungen sollte, so Hörmann, allerdings bereits die Zukunft mitbedacht werden, um dem russischen Sport die Chance zu geben, in den nächsten Jahren seine Anti-Doping-Arbeit neu aufzustellen und seine Haltung zum Doping zu ändern.

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