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Rio 2016 Olympic Village Tour
Bei den Olympischen Spielen gehen wohl auch russische Athleten an den Start © Getty Images

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat enttäuscht auf die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zum Olympia-Startrecht russischer Athleten reagiert.

"Die NADA hat sich ein klares Signal für den sauberen Sport gewünscht, das ausgeblieben ist. Die Entscheidung lässt leider viele Fragen offen und schwächt dadurch das Anti-Doping-System", hieß es in einer ersten Stellungnahme.

Die Prüfung und Bewertung der Einzelfälle an die internationalen Fachverbände zu übertragen, hält die NADA für "falsch. Es gibt keine einheitlichen Regeln für ein einheitliches und fachmännisches Vorgehen aller internationalen Verbände. Dies führt zu einem unterschiedlichen Vorgehen der Sportarten. Dies ist ein fatales Signal."

Die Fachkompetenz der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und der nationalen Anti-Doping-Organisationen werde "völlig außen vor gelassen".

Die Entscheidung, Julia Stepanowa das Startrecht für Rio zu verwehren, schwäche zudem das Whistleblower-System.

Ähnlich enttäuscht von der Entscheidung zeigte sich auch Joseph de Pencier, Vorsitzender des Dachverbands von 59 nationalen Anti-Doping-Agenturen (iNADO). "Es ist ein trauriger Tag für den sauberen Sport", sagte der Kanadier: "Das IOC hat den Ruf der ungedopten Athleten, einer Vielzahl von Athleten-Organisationen und führender Nationaler Anti-Doping-Komitees ignoriert. Es ist alles andere als das Zeichen für Fair Play als Kerngedanke der Olympischen Idee, das nötig gewesen wäre." 

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