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Spanish coach Maurits Hendriks reacts as
Maurits Hendriks ist enttäuscht vom IOC © Getty Images

Diverse niederländische Sportfunktionäre gehen hart mit dem IOC und Thomas Bach ins Gericht und werfen dem Olympia-Verband Versagen vor. Es mangele an Führungskräften.

Auch in den Niederlanden steht das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit seinem deutschen Präsidenten Thomas Bach nach der umstrittenen Entscheidung gegen einen kompletten Olympia-Ausschluss Russlands im Kreuzfeuer der Kritik.

"Das IOC hat versagt. Der Mangel an Führungskraft ist unverständlich", sagte Direktor Herman Ram von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NL-Nada): "Die am besten organisierte Form von Staatsdoping wurde entlarvt, und dennoch setzt sich das IOC nicht durch."

Enttäuscht vom IOC

Auch Maurits Hendriks, Chef de Mission der niederländischen Mannschaft bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August), reagierte enttäuscht:  "Wir denken, dass sich das IOC für sauberen Sport einsetzen und saubere Athleten schützen muss. Dazu passt es nicht, dass dieses Land, wenn auch unter strengen Auflagen, an den Spielen teilnehmen kann."

Der Generaldirektor des Nationalen Olympischen Komitees der Niederlande (NOCNSF), Gerard Dielessen, bedauerte ebenfalls, "dass es nicht gelungen ist, saubere Sportler insgesamt vor gedopten russischen Athleten zu schützen".

Er vertraue aber auf die Entscheidungen der Sportfachverbände: "Wir respektieren die Entscheidung des IOC und vertrauen darauf, dass die Anforderungen, die sie an individuelle Teilnehmer stellt, effektiv sind."

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