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Die Rugby-Spieler Australien kommen mit Kängurus © Picture Alliance

Rio de Janeiro - Die Posse um die Zimmer im Olympischen Dorf ist beendet: Die ersten Athleten Australiens ziehen ein - und scherzen über Rio de Janeiros Bürgermeister.

Nach zwei Tagen mit 650 rund um die Uhr arbeitenden Handwerkern ist das Athletendorf der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro endlich weitgehend bewohnbar.

Am Dienstagabend zogen deshalb die ersten australischen Sportler in die Vila dos Atletas ein.

 Bei der Eröffnung am Sonntag hatte die australische Delegationsführung wegen erheblicher Mängel in den Apartments noch ein vorübergehendes Wohnverbot ausgesprochen hatte. "Es gibt noch viel Arbeit. Aber ich kann garantieren, dass alle Wohntürme bis Donnerstag übergeben werden", versprach Rodrigo Tostes, Exekutiv-Direktor in Rios Olympia-Komitee.

Demnach waren am Dienstagabend 25 der 31 Gebäude generalüberholt. Gegenüber der Zeitung O Globo berichtete jedoch einer der Arbeiter, dass es nach internen Informationen noch bis Sonntag dauere, bis die Probleme behoben seien. Danach würden je eine Notfalleinheit zur Instandhaltung und eine zur Säuberung bereit stehen.

Känguru-Plüschtier im Gepäck

Am Sonntag hatte die australische Delegation verstopfte Toiletten, undichte Rohre, schlecht isolierte Kabel, unbelichtete Treppenhäuser und Schmutz in vielen Ecken bemängelt.

Am Dienstag zogen 50 Sportler aus Down under, darunter Rugby- und Hockeyspieler, Bogenschützen und Kunstturner frohgemut ins Olympiaquartier ein. 

Im Schlepptau hatten die Athleten dabei eine großes Känguru-Plüschtier, die vor dem Wohnkomplex aufgestellt wurde. Es war ein kleiner Seitenhieb in Richtung von Rio-Bürgermeister Eduardo Paes, der nach dem abgesagten Einzug am Wochenende erklärt hatte, man könne ja "ein Känguru vor dem Gebäude installieren, damit sie sich zu Hause fühlen."

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