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Julija Jefimowa wurde positiv auf die verbotene Substanz Meldonium getestet
Auch die umstrittene Julija Jefimowa ist unter den Nominierten © Getty Images

Ungeachtet der noch ausstehenden Entscheidung über den Russland-Ausschluss von den Olympischen Spielen hat das russische olympische Komitee 387 Sportler nominiert.

Das russische olympische Komitee (ROC) hat unabhängig von der noch ausstehenden Entscheidung über einen möglichen Olympia-Ausschluss insgesamt 387 Sportler für die Sommerspiele in Rio nominiert. Die Athleten vertreten 30 verschiedene Sportarten. Offen ist einzig die Besetzung des Ringer-Teams, das am Freitag benannt wird.

2012 hatten die Russen 436 Sportler zu den Spielen nach London geschickt.

Auf der Liste stehen insgesamt 68 Leichtathleten, darunter Stabhochsprung-Star Jelena Issinbajewa sowie Weitspringerin Darja Klischina, die einzige aktuell für Rio zugelassene Aktive des wegen systematischen Dopings suspendierten Nationalverbandes RUSAF.

Nicht auf der Liste steht wie erwartet der wegen Dopings gesperrte Tennis-Star Maria Scharapowa.

Umstrittene Schwimm-Weltmeisterin nominiert

Nominiert wurde hingegen die umstrittene Schwimm-Weltmeisterin Julija Jefimowa, die unlängst vom Weltverband FINA vom Vorwurf des Meldonium-Dopings freigesprochen worden war.

Jefimowa war Anfang 2016 mit der seit dem 1. Januar verbotenen Substanz Meldonium erwischt worden. Nachdem die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) Mitte April neue Erkenntnisse über die Abbaudauer des Wirkstoffs bekannt gegeben hatte, hob die FINA die provisorische Sperre gegen die Weltmeisterin über 100 m Brust bereits im Mai auf. Der russische Verband nominierte die 24-Jährige daraufhin für Olympia.

Das Internationale Olympische Komitees (IOC) entscheidet spätestens am kommenden Dienstag über einen möglichen Komplett-Ausschluss Russlands von den Sommerspielen. Durch die Veröffentlichung des McLaren-Reports am Montag war bekannt geworden, dass es in Russland zwischen 2011 und 2015 ein staatlich gelenktes Doping-System gegeben hat.

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