vergrößernverkleinern
SWIM-WORLD
Julija Efimowa wurde wegen Dopings von der FINA im Mai 2014 für 16 Monate gesperrt © Getty Images

Als erster Fachverband schließt der Schwimm-Weltverband sieben russische Sportler von Olympia aus. Dazu gehört auch Medaillengewinnerin Efimowa. Doch diese wehrt sich.

Der Schwimm-Weltverband FINA hat als erster Fachverband nach der IOC-Entscheidung russische Sportler von den Olympischen Spielen ausgeschlossen.

Nikita Lobinzew, Wladimir Morozow und Darja Ustinowa sind laut FINA vom McLaren-Report betroffen. Zudem zog das russische Olympia-Komitee ROC vier Nominierte zurück, darunter die London-Olympiadritte Julija Efimowa, die bereits einmal wegen Dopings gesperrt war und damit die IOC-Kriterien nicht erfüllt. 

Efimowas Berater kündigte nach der Entscheidung den Gang vor den internationalen Sportgerichtshof an. "Wir haben beschlossen, vor den CAS zu ziehen. Unsere Gegner werden dort das IOC, die FINA und das russische Olympia-Komitee sein", sagte Andrej Mitkow der Agentur R-Sport.

Schwimm-Bundestrainer Henning Lambertz war mit den FINA-Maßnahmen größtenteils einverstanden. "Wir akzeptieren die Entscheidung, und es ist gut, dass all diejenigen, die schon einmal aufgefallen sind, bei den Olympischen Spielen nicht starten dürfen. Auch befürworten wir es, dass einige andere Athleten unter strenger Beobachtung stehen", sagte Lambertz am Montag:

"Wichtig ist aber, dass auch weiterhin alle Anstrengungen unternommen werden, um die Schwarzen Schafe herauszufiltern, damit der Sport seine Glaubwürdigkeit gegenüber den Zuschauern nicht verliert."

Weitere Fälle werden von der FINA geprüft, der Weltverband ordnete zudem die Nachkontrolle aller Dopingproben von der WM 2015 im russischen Kasan an. Laut FINA-Auskunft sind im McLaren-Report keine russischen Synchronschwimmer, Wasserspringer und Wasserballer erwähnt.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel