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Opening Ceremony: Baku 2015 - 1st European Games
Thomas Bach (r.) versteht sich sichtbar gut mit Wladimir Putin © Getty Images

IOC-Präsident Thomas Bach hat mit der Etikettierung als "Russenversteher" keinerlei Probleme und bewertete die Zusammenarbeit mit Russlands Staatspräsident Wladimir Putin als "sehr gut". Zuletzt war spekuliert worden, dass die Männerfreundschaft auch Einfluss auf Entscheidungen bei den Sanktionen in der russischen Doping-Krise haben könnte.

"Tatsache ist, und auch hier gilt wieder das Prinzip der Gleichheit, dass wir selbstverständlich mit Russland und mit Herrn Putin sehr gut zusammengearbeitet haben in der Vorbereitung und bei der Organisation der Olympischen Winterspiele", sagte der 62-Jährige der Zeitung Die Welt mit Blick auf die letzten Spiele in Sotschi.

Dass speziell in Deutschland sein gutes Verhältnis zu Putin immer wieder zum Thema wird, stört den IOC-Chef nicht.

"Wenn man von mir in Deutschland als 'Russenversteher' spricht, nehme ich das als Kompliment und bedanke mich dafür, denn wenn man nicht zumindest versucht, andere Kulturen, andere Denkweisen zu verstehen, dann hat man in einer Internationalen Organisation mit 206 Nationalen Olympischen Komitees nichts zu suchen - geschweige denn, dass man sie führen könnte."

Zu der bevorstehenden Veröffentlichung des Berichtes der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) über ein möglicherweise vom russischen Staat gelenktes Doping-System in Sotschi 2014 sagte der frühere Weltklasse-Fechter: "Ich kann nicht spekulieren, was der Report beinhaltet. Klar ist, wenn es einen institutionellen Eingriff gegeben hätte, dann würde das IOC auch institutionell reagieren und wird dabei nicht zögern."

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