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TENNIS-OLY-2016-RIO
Andrea Hlavackova (l.) und Lucie Hradecka mussten sich im Doppel mit Blech zufrieden geben © Getty Images

Im Match um Bronze hat Doppel-Spielerin Andrea Hlavackova mit erheblichen Beeinträchtigungen zu kämpfen. Über Martina Hingis und deren Abschuss ändert sie ihre Meinung.

Der Gesichtstreffer von Martina Hingis im Halbfinale des Damen-Doppels bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro hat bei Andrea Hlavackova erhebliche Spuren hinterlassen.

Lange war nicht klar, ob die Tschechin mit ihrer Partnerin Lucie Hradecka am Samstag zum Spiel um Bronze antreten konnte.

Sie hatte nach dem Abschuss von Hingis die halbe Nacht im Krankenhaus verbringen müssen, wo sich ein Bruch eines Augenhöhlenknochens herausgestellt hatte.

Doch die 30-Jährige war trotzdem in der Lage um die Medaille zu spielen. Allerdings musste sie ein Spezial-Tape direkt unter ihrem verwundeten linken Auge tragen.

Hlavackova ändert ihre Meinung

Und sie litt unter erheblichen Beeinträchtigungen: Die Einschränkung ihres Sehvermögens und die Schmerzen behinderten Hlavackova.

"Ich konnte nicht hart aufschlagen. Ich war wirklich besorgt, dass ich mein Auge zerstöre", klagte die Tschechin.

Nachdem sie im Anschluss an das Halbfinale Hingis verteidige und ihr keine Schuld zugewiesen hatte, dachte sie nach dem verlorenen Spiel um Bronze (5:7, 1:6 gegen Lucie Safarova/Barbora Strychova) offenbar anders.

"Sie ist eine der Besten darin, die Bälle bewusst zu platzieren. Als ich die Szene im Video und den großen freien Platz um mich herum gesehen habe, muss ich sagen, dass sie auch an mir vorbeispielen hätte können", sagte Hlavackova.

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