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Chris Froome hat bei den Spielen in Rio nur vier Helfer an seiner Seite - nicht acht, wie bei der Tour de France
Chris Froome (r.) hat bei den Spielen in Rio nur vier Helfer an seiner Seite - nicht acht, wie bei der Tour de France © instagram.com/chrisfroome/

Dem Tour-Triumph will Chris Froome zweimal Gold in Rio folgen lassen. Beim Straßenrennen setzt der Brite auf Teamgeist, zuvor genießt er Olympia in vollen Zügen.

Chris Froome genießt das Flair in Rio de Janeiro in vollen Zügen. Mit Teamkollege Geraint Thomas radelte der dreimalige Tour-de-France-Sieger schon mal vergnügt durchs Olympische Dorf. Entspannt lächelnd schlürfte er während einer Trainingsfahrt eisgekühlte Kokosmilch. Und auch die enorme Erwartungshaltung kann den britischen Radstar nicht beeindrucken.

"Wir wollen für Großbritannien eine Medaille holen. Wenn wir unsere Egos beiseite stellen, kann das jeder von uns schaffen", sagte Froome vor dem Straßenrennen am Samstag (9.30 Uhr OZ/14.30 Uhr MESZ). Dabei weiß der 31-Jährige doch genau, dass vor allem er selbst im Fokus steht. "Froomey" geht als einer der großen Favoriten auf den knüppelharten Kurs über 237,5 Kilometer. Er kann nach seinem Tour-Triumph an Rios berühmter Copacabana auf der Avenida Atlantica das zweite Kapitel einer historischen Trilogie schreiben.

"Er kann das, definitiv"

"Tour de France und Doppel-Gold? Das wäre phänomenal. Vor allem das Zeitfahren in Rio liegt mir", hatte Froome kurz nach seinem erneuten Triumph bei der Frankreich-Rundfahrt gesagt. Sein Landsmann und früherer Kapitän Bradley Wiggins traut ihm das Kunststück zu. "Er kann das, definitiv. So wie er die Tour gewonnen hat, wird seine Form noch zwei Wochen lang halten. Wenn es einer kann, dann ist er es", sagte er.

Der Tour-Champion von 2012 hatte sein großes Jahr damals mit Zeitfahr-Gold in London veredelt. Die Queen hatte ihn daraufhin in den Rang eines Sirs erhoben. Auch wenn Froomes Popularität nicht an die von Wiggins heranreicht: Sollte der gebürtige Kenianer nun alles abräumen, ist wohl auch bei ihm der Ritterschlag fällig.

Froome weiß, dass er Gold nicht so generalstabsmäßig planen kann wie seinen Tour-Erfolg mit dem Team Sky. Es stehen ihm diesmal nicht acht Helfer zur Seite, die das Rennen kontrollieren und ihn aus jeder Gefahr heraushalten. Diesmal sind es nur vier: Neben Thomas noch Adam Yates, Steve Cummings und Ian Stannard.

"Du musst bereit sein, zu zocken"

"Du kannst bei Olympia nicht so taktisch denken wie bei der Tour. Du musst bereit sein zu zocken und deine Chance beim Schopfe zu packen", sagte Froome. Dass er auch dazu in der Lage ist, zeigten bei der Tour seine waghalsige Abfahrt in den Pyrenäen oder der Angriff auf der Windkante auf dem Weg nach Montpellier.

Für den Fall, dass ihm die Spanier mit Alejandro Valverde, die Italiener um Vincenzo Nibali, oder die Niederländer mit seinem wichtigsten Tour-Helfer Wouter Poels das "Triple" versauen, hat Froome vorgebaut. "Ich hab mich vor vier Jahren über Bronze im Zeitfahren riesig gefreut. Wenn ich nach diesem Sommer hier noch eine Medaille gewinne, wäre das unglaublich", sagte er. Aber er schielt auf mehr. 

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