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Michael Vesper ist Vorstandsvorsitzender des DOSB
Michael Vesper ist seit 2006 der Vorstandsvorsitzende des DOSB © Getty Images

Michael Vesper widerspricht den Meldungen, dass es ein Hashtag-Verbot bei Olympia geben soll. Allerdings gilt dies nicht für alle Bereiche.

Michael Vesper, Chef de Mission der deutschen Olympiamannschaft in Rio, hat Meldungen über ein angebliches "Hashtag-Verbot" durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für Athleten bei den Spielen in Brasilien widersprochen.

"Es gibt kein Social-Media- und kein Hashtag-Verbot durch den DOSB. Weder gegenüber Athletinnen und Athleten der Olympiamannschaft noch gegenüber Privatpersonen, Gemeinden, Medien, Institutionen etc.", teilte Vesper über Twitter mit.

"Kommerzielle Ausnutzung" ist eingeschränkt

Eingeschränkt sei "lediglich eine kommerzielle Ausnutzung der Aufmerksamkeit der Olympischen Spiele durch Unternehmen, die sich als Trittbrettfahrer betätigen", stellte der Sportfunktionär klar. Sogenannte Hashtags wie "#Rio2016" oder "#WirfuerD" dürften "ohne kommerzielle Absichten von Athletinnen und Athleten sowie Privatpersonen jederzeit verwendet werden", hieß es weiter.

Regel 40 der Charta des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) besagt, dass Sponsoren, die nicht mit dem IOC vernetzt sind, während der Spiele nicht mit "ihren" Olympia-Athleten werben dürfen. Diese Regel ist nicht neu, wurde im Vorfeld aber von IOC und DOSB aufgrund der gestiegenen Bedeutung sozialer Medien aber präzisiert.

Athleten sind auf Unterstützung der Sponsoren angewiesen

Sponsoren dürfen demnach etwa auf Twitter zwar erwähnen, dass ihr Athlet in Rio antritt, aber nicht weiterverbreiten, wenn dieser eine Nachricht mit Olympia-Bezug ins Netz stellt. Und sie dürfen keine Wörter benutzen, "die eine Assoziation mit den Olympischen Spielen erwecken" (IOC), also etwa: Olympia, olympisch, Spiele, Rio, 2016, Medaille, Gold, etc. Bei einer Verletzung der Regel droht den betroffenen Athleten im schlimmsten Fall die Disqualifikation.

Viele Sportler - auch deutsche - stören sich an dieser Bestimmung, weil sie auf die Unterstützung ihrer Sponsoren angewiesen sind. Die Unternehmen wiederum würden die gesteigerte Aufmerksamkeit für "ihre" Athleten während der Spiele gerne nutzen.

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