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Der Schweizer Fabian Cancellara holte in Rio Gold im Zeitfahren. Lance Armstrong kann sich einen sarkastischen Kommentar nicht verkneifen © Getty Images

Der Olympia-Sieger von Rio muss sich von seinem ehemaligen Konkurrenten schwere Vorwürfe gefallen lassen. Ironischerweise wirft Armstrong Cancellara Doping vor.

Sie denken Lance Armstrong ist endgültig raus aus dem Radsport-Business? Nicht ganz.

Selbst wenn der amerikanische Dopingsünder aktiv keine Spitzenrennen mehr bestreitet, so mischt er sich doch dann und wann gerne ins Geschehen ein. 

Doping-Vorwurf gegen Cancellara

Zur Not über Twitter. Dort hat er sich zuletzt nach dem Zeitfahr-Gold des Schweizers Fabian Cancellara in Rio zu Wort gemeldet - und eine volle Breitseite gegen den Olympiasieger losgelassen. 

Unter den Glückwunsch Tweet von Cancellaras Team Trek-Segafredo setzte Armstrong einen Namen: "Luigi!!!"

Eine Anspielung auf den italienischen Doping-Arzt Luigi Cecchini. 

"Armstrong der letzte, der reden darf"

Dem Mediziner wurden seinerzeit enge Kontakte zu Eufemiano Fuentes nachgesagt. Der zwielichtige Cecchini soll in der Vergangenheit ebenfalls namhafte Stars betreut haben. Jan Ullrich. Tyler Hamilton. Und - so erzählt man sich im Radsportzirkus immer wieder - eben auch Fabian Cancellara. 

Der Schweizer muss sich bei Rennen seit jeher "Luigi"-Rufe gefallen lassen.

Jetzt, da er sich in Rio mit Gold geschmückt hat, fühlt sich Armstrong auf den Plan gerufen. Der Amerikaner, selbst systematischer Doper, wirft dem Zeitfahr-Olympiasieger indirekt verbotene Leistungssteigerung vor. 

Womöglich im Groll, das ihm seine einzige Olympia-Medaille - das Zeitfahr-Gold von 2000 - zwölf Jahre später wegen Dopings aberkannt wurde.

Und wie reagiert Cancellara darauf? Desinteressiert.

Der Neuen Zürcher Zeitung sagte er: "Nichts ist wahr. Und es kümmert mich auch nicht, was geredet wird. Schon gar nicht, was Armstrong redet. Er ist der Letzte, der reden darf."

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