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GYMNASTICS-OLY-2016-RIO-PODIUM
Fabian Hambüchen gewann zum Abschluss seiner olympischen Karriere Gold am Reck © Getty Images

Der Reck-Olympiasieger stuft die Rahmenbedingungen der Spiele als problematisch ein. Organisation und Hygiene seien ungenügend gewesen. Dennoch findet er auch lobende Worte.

Der deutsche Reck-Olympiasieger Fabian Hambüchen setzt die Spiele von Rio de Janeiro in seiner persönlichen Rangliste an die letzte Stelle.

"Wenn ich Stimmung und Rahmenbedingungen betrachte, steht Rio an Nummer vier", sagte der 28-Jährige im Interview mit der Welt am Sonntag zum Vergleich mit Athen 2004, Peking 2008 und London 2012: "Organisation, Transport, Hygiene, Unterbringung – das war manchmal grenzwertig."

Allerdings sei Brasilien eben nicht "mit europäischem Standard" zu vergleichen. "Der Olympische Spirit war überall spürbar. Ich möchte das hier nicht schlecht reden, Olympische Spiele sind immer etwas Wunderbares und das war es auch hier. Und sportlich war es ein Traum", betonte er.

Dem deutschen Turnen empfiehlt Hambüchen, sich nicht blenden zu lassen. "Die Frage ist, ob jetzt alle blind sind, weil ich Gold gewonnen habe, oder ob sie weiter aufmerksam bleiben und jetzt erst recht anfangen zu arbeiten", sagte er. "Man muss jetzt acht oder zwölf Jahre vorausblicken, Kinder in diese Richtung fördern und aufbauen."

Er selbst werde das Vorhaben möglicherweise unterstützen. "Ich werde erst mal versuchen, ein bisschen Abstand vom Turnen zu bekommen. Dann werde ich schauen, ob ich vielleicht über irgendwelche Wege helfen kann, an der Zukunft des deutschen Turnens zu arbeiten", sagte Hambüchen.

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