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Rio
Bei den Olympischen Spielen in Rio gibt es offenbar ernsthafte finanzielle Probleme © Getty Images

Die Organisatoren der Olympischen Spiele und der Paralympics kämpfen mit finanziellen Engpässen. Die Zahlung öffentliche Gelder wird eingestellt, es gibt erste Prosteste.

Die Organisatoren der Olympischen Spiele und der Paralympics in Rio de Janeiro haben offenbar mit finanziellen Engpässen zu kämpfen.

Eine Abteilung des Bundesgerichts in Rio untersagte am Freitag die Zahlung öffentlicher Gelder. Teilnehmer-Länder der Paralympics drohten bereits mit Absagen, falls ihre Reisekosten nicht wie üblich vom OK übernommen werden.

"Wir legen morgen vor dem Gericht Berufung gegen das Urteil ein", kündigte OK-Sprecher Mario Andrada am Sonntag an. Im Anschluss werde man unverzüglich über die Zahlungen an die Nationalen Paralympischen Komitees sprechen: "Wir hoffen, dass das Problem mit den Reisekosten am Montag vom Tisch ist."

Das Gericht hatte die Zahlungen eingestellt, weil das OK Rio2016 seinen Etat mit Einnahmen und Ausgaben nicht dem brasilianischen Rechnungshof (TCU) und der Bundesstaatsanwaltschaft vorgelegt hatte. Erst, wenn das passiert, soll das Geld wieder fließen.

Auch schon erhaltene öffentliche Gelder seien eingefroren worden, hieß es.

Wie viel Geld das OK für Reisekosten an die nationalen Behindertensport-Verbände zahlen muss, verschwieg Andrada.

Es werde aber letztendlich genug Geld vorhanden sein, damit die Nationen wie geplant an den Paralympics (7. bis 18. September in Rio) teilnehmen können.

IOC-Exekutive-Direktor Christophe Dubi erklärte, dass es bei Olympischen Spielen immer eine finanzielle Notreserve gebe, die nun angezapft sei. Die brasilianische Regierung hatte vor den Spielen Garantien über Zahlungen abgeben müssen.

In der Vorbereitung auf die Spiele und die Paralympics hatte es in den vergangenen Monaten hinter den Kulissen immer wieder Geldforderungen der Organisatoren gegeben.

Das IOC unterstützt die ersten Olympischen Spiele in Südamerika mit 1,5 Milliarden US-Dollar.

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