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Oscar Albeiro Figueroa Mosquera sorgt für einen der emotionalsten Momente der Olympischen Spiele © Getty Images

Die Geschichte von Oscar Albeiro Figueroa Mosquera ist überwältigend. Mit Wirbelsäulen-Implantat trägt sich der Gewichtheber in die Annalen von Olympia ein.

Für Gewichtheber Oscar Albeiro Figueroa Mosquera war es die letzte Chance, sich in die Olympia-Geschichtsbücher einzutragen - und er nutzte sie eindrucksvoll. Vor vier Jahren in London hatte er für Kolumbien Silber in der Kategorie bis 62 Kilo gewonnen.

In Rio war es dann soweit, mit dem letzten Versuch stemmte er die 318 kg. Figueroa ist damit erster Goldmedaillengewinner für sein Heimatland.

Letzter Wettkampf der Karriere

Von seinen Emotionen überwältigt kniete sich der 33-Jährige sekundenlang hin und regte sich nicht mehr. Mit Tränen in den Augen zog er seine Schuhe aus, um methaphorisch sein Karriereende anzukündigen. Abschließend schrie er sein Glück heraus, bevor seine Hantel küsste.

"Das ist das Größte, was ich für meine Familie und mein Land erwarten konnte", freute sich der Olympiasieger.

Die BBC war derart begeistert und kürte seinen Auftritt zum bislang emotionalsten Augenblick der Spiele. Der kolumbische Staatspräsident Juan Manuel Santos ließ es sich auch nicht nehmen und beglückwünschte seinen Goldjungen auf Twitter.

Wegen einer Bandscheibenoperation stand es vor sieben Monaten noch in den Sternen, ob Figueroa überhaupt teilnehmen kann. Ein Wirbelsäulen-Implantat ermöglichte ihm jedoch den Start. In der Heimat ist er auch als "bionischer Mann" bekannt.

Dieser "bionische Mann" ist jetzt der Held eines ganzen Landes.

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