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ATHLETICS-EURO-2016
Julia Stepanowa trug entscheidend zur Aufdeckung des Dopingsystems in Russland bei © Getty Images

Unbekannte verschaffen sich Zugang auf den Dopingmelde-Account von Whistleblowerin Julia Stepanowa. Das Ziel der Attacke erscheint offensichtlich.

Whistleblowerin Julia Stepanowa ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Unbekannte haben sich Zugriff zum Account der Russin im Meldesystem ADAMS verschafft, dies gab die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA bekannt.

Bei ADAMS (Anti-Doping Administration and Management System) müssen Athleten unter anderem ihre Aufenthaltsorte (Whereabouts) angeben. Laut WADA geriet Stepanowas Passwort in falsche Hände, der Zugang wurde gesperrt.

Die 800-m-Läuferin hatte mit ihrem Ehemann Witali Stepanow dazu beigetragen, den Dopingskandal in Russland aufzudecken und war aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen in die USA geflüchtet, wo sie an einem unbekannten Ort lebt. Der Hacker-Angriff legt den Verdacht nahe, dass jemand versuchen wollte, diesen Ort herauszufinden. Angeblich musste das Ehepaar sein Heim verlassen.

Den Start bei den Spielen in Rio hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) Stepanowa (30) untersagt, da sie mindestens fünf Jahre Teil des Systems in Russland gewesen sei. Die Mittelstreckenläuferin hatte beantragt, als neutrale Athletin teilnehmen zu dürfen.

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