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HANDBALL-OLY-2016-RIO-GER-POL
Andreas Wolf peilt mit den deutschen Handballern bei Olympia eine Medaille an © Getty Images

Der DHB-Keeper stellt bei den Schiedsrichtern bei Olympia starke Unterschiede im Vergleich zum EM-Triumph fest. Die Auslegung erschwere laut Wolf die Abwehrarbeit deutlich.

Nationaltorhüter Andreas Wolff (Kiel) sieht durch die strengere Regelauslegung der Schiedsrichter beim olympischen Handball-Turnier große Unterschiede zum EM-Titelgewinn der deutschen Mannschaft zu Jahresbeginn.

"Die Linie der Unparteiischen verleitet natürlich nicht dazu, dass ein Abwehrspiel wie bei der EM möglich ist", sagte der 25 Jahre alte Rheinländer in der Kölnischen Rundschau.

Die EM hatte Deutschland vor allem durch eine überragende Abwehrleistung gewonnen, in Rio de Janeiro jedoch achten die Schiedsrichter viel deutlicher auf kleine Vergehen. "Durch die sehr strenge Regelauslegung sieht man, dass viele Abwehrreihen mit zunehmender Spieldauer gehemmter agieren, weil es mehr Zwei-Minuten-Strafen gibt", sagte Wolff weiter: "Aber dafür lösen wir das im Angriff spielerisch sehr gut."

Auch in der DKB HBL wird sich Wolff, der zur kommenden Saison den THW Kiel verstärkt, an die strengere Gangart der Schiedsrichter gewöhnen müssen. Dort - und auch in allen anderen internationalen Wettbewerben - sind die Referees dazu angehalten, die bei Olympia praktizierte Linie ebenfalls durchzuziehen.

Europameister Deutschland hatte seine ersten beiden Olympia-Spiele gegen Schweden und Polen jeweils 32:29 gewonnen, danach gegen Gastgeber Brasilien allerdings 30:33 verloren. Das vierte Gruppenspiel findet am Samstag (9.30 Uhr OZ/14.30 Uhr MESZ) gegen Slowenien statt.

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