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Sebastian Coe
Sebastian Coe ist seit August 2015 Präsident der IAAF © Getty Images

IAAF-Päsident Sebastian Coe nimmt Robert Harting in die Pflicht. Dieser solle nicht nur meckern, sondern bei der Lösung des Doping-Problems helfen.

Leichtathletik-Weltpräsident Sebastian Coe hat Diskus-Olympiasieger Robert Harting nach seiner harten Kritik an IOC-Boss Thomas Bach in die Pflicht genommen.

"Nur rumsitzen und meckern ist einfach", sagte Coe im Interview mit der Sport Bild

Konkret müssten die Sportler sich in den Augen des IAAF-Präsidenten mehr in die aktive Aufklärung von Doping-Praktiken einschalten.

"Aktive Sportler wie Robert Harting haben im Kampf um unseren Sport eine wichtige Rolle zu spielen. Wir brauchen in diesen Zeiten mutige, tapfere Leute", erklärte der Brite: "Die aktiven Sportler dürfen nicht nur Kommentatoren der Situation, sie müssen ein zentraler Teil zur Lösung des Doping-Problems sein. Die Aktiven kenne die guten und die fragwürdigen Trainer. Niemand ist am möglichen Betrug oder Betrüger näher dran als die Sportler selbst."

Harting hatte Coe zuletzt "ganz klar als Gewinner" bezeichnet. Der 59-Jährige habe "dafür gesorgt, dass alle Anti-Doping-Kämpfer etwas zurückbekommen haben".

Coe sagte derweil dem deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach seine Unterstützung zu. "Das IOC hat unsere Entscheidung (alle russischen Sportler auszuschließen, d. Red.) komplett unterstützt. Thomas ist ein enger Freund. Und er ist ein Reform-Präsident", beteuerte der Olympiasieger von 1980 und 1984 über 1500 Meter: "Wir beide tendieren wegen unserer Vergangenheit im aktiven Spitzensport dazu, bestimmte Dinge mit den Augen eines Athleten im Wettstreit zu sehen. Das ist eine gute Sache."

Derweil äußerte Coe auch Vertrauen in Sprint-Superstar Usain Bolt. Auf die Frage, ob er glaube, dass der Jamaikaner nicht dope, antwortete er: "Ja, ich vertraue ihm. Man muss ihm vertrauen. Usain Bolt ist einer der am meisten auf Doping getesteten Athleten auf dem Planeten. Man muss an die Unschuld glauben, solange eine Schuld nicht bewiesen ist. Ich wäre sehr verärgert gewesen, wenn man früher meine Integrität als Sportler in Frage gestellt hätte."

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