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Der Fall Julia Jefimowa wird neu geprüft
Der Fall Julia Jefimowa wird neu geprüft © Getty Images

Das IOC reagiert ernüchtert auf die Entscheidung des Internationale Sportgerichtshof CAS, das Startverbot für russische Ex-Doper aufzuheben. Man sei enttäuscht.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat ernüchtert auf die Aufhebung des Startverbots für russische Ex-Doper für die Spiele in Rio reagiert.

"Wir sind natürlich enttäuscht, dass der Internationale Sportgerichtshof CAS unsere Maßnahmen gegen gedopte Sportler für zu hart hält", teilte das IOC mit. Dennoch werde der Verband die Entscheidung akzeptieren.

Der CAS hatte am Donnerstagabend den generellen Ausschluss ehemaliger russischer Dopingsünder für unzulässig erklärt.

Eine entsprechende Regel, die nach den Enthüllungen des McLaren-Reports über systematisches Staatsdoping in Russland eingeführt worden war, sei "nicht durchsetzbar".

Sportrechtsexperten hatten den Richterspruch bereits von Anfang an erwartet, da die betreffende Sanktionierung eine Doppelbestrafung der Athleten darstelle.

2011 hatte der CAS bereits die sogenannte "Osaka-Regel" des IOC gekippt, wonach Dopingsündern nach Ende ihrer Sperre bei den folgenden beiden Olympischen Spielen nicht an den Start gehen dürften.

Prominenteste Nutznießerin dürfte nun Schwimm-Weltmeisterin Julia Jefimowa sein.

Die Olympiadritte von London hatte vor dem CAS gegen ihren Ausschluss von den Spielen geklagt. Ihr Fall wird nun erneut geprüft.

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