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Athletics - Olympics: Day 13
Die US-Sprinterinnen mussten ganz allein auf der Bahn des Olympiastadions antreten © Getty Images

Rio de Janeiro - Die Sprintstaffel der US-Frauen scheint nach einem Wechselfehler gescheitert, darf wegen einer Behinderung aber noch mal laufen - und liefert dabei ein kurioses Bild.

Geisterlauf im Olympiastadion von Rio de Janeiro: Als die US-Sprintstaffel der Frauen über die 4x100 Meter lange nach dem eigentlichen Vorlauf plötzlich ganz alleine auf der Bahn in Position ging, gab es auf den Rängen ein Raunen.

Was war passiert? Die USA schienen nach einem Wechselfehler zwischen Topstar Allyson Felix und English Gardner im Vorlauf schon ausgeschieden. Nach einem Einspruch der Amerikanerinnen urteilte der Weltverband IAAF aber, dass sie beim Wechsel behindert worden seien.

Felix und Co. durften also noch einmal alleine gegen die Uhr laufen und schafften über diesen Umweg noch den Sprung ins Finale, indem sie schneller liefen als die zuvor achtplatzierten Chinesinnen. Die Brasilianerinnen, die letztlich den Wechselfehler der USA verursacht hatten, wurden wegen Behinderung disqualifiziert.

"In der Situation war ich noch nie. Ich bin einfach froh, dass wir noch eine Chance bekommen haben", sagte Felix. Und Morolake Akinosun meinte: "Es war merkwürdig, hat aber auch eine Menge Spaß gemacht."

Die kuriosen Umstände haben ihrer Leistung keinen Abbruch getan: Die USA liefen trotz der ungewohnten Situation und der fehlenden Konkurrenz die schnellste Vorlaufzeit - zwei Hundertstelsekunden vor Jamaika.

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