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Michael Johnson
Michael Johnson sprach sich für ein Olympia-Startverbot von Sportlern mit Dopingvergangenheit aus © Getty Images

Der frühere Leichtathletik-Star Michael Johnson aus den USA hat sich für einen Olympia-Ausschluss von Sportlern mit Doping-Vergangenheit ausgesprochen.

"Auch Athleten mit nur einem positiven Dopingtest sollten nicht mehr bei Olympia starten dürfen", sagte der viermalige Olympiasieger und frühere 200-m-Weltrekordler der Nachrichtenagentur AFP: "Saubere Sportler weltweit dürften das begrüßen."

Johnson stellt sich damit auf die Seite seiner Landsleute Michael Phelps und Lilly King, die beiden Schwimm-Olympiasieger hatten sich ebenso wie Johnson für ein Startverbot für überführte Dopingsünder ausgesprochen.

Das IOC prüft derzeit eine Wiedereinführung der "Osaka-Regel" in überarbeiteter Form. Jene Regel, die 2011 vom Internationalen Sportgerichtshof CAS gekippt wurde, besagte, dass überführte Doper von den folgenden Olympischen Spielen ausgeschlossen werden.

Die russische Schwimmerin und einstige Dopingsünderin Julia Jefimowa hatte gegen den Ausschluss von den Spielen in Rio vor dem CAS geklagt und ihren Start erzwungen. Der CAS urteilte, dass die doppelte Bestrafung unzulässig sei.

Der von Johnson geforderte Ausschluss von Sportlern mit Doping-Vergangenheit, hätte drei Topstars der US-Leichtathletik die Teilnahme in Rio gekostet: Die Sprinter Justin Gatlin, Tyson Gay und LaShawn Merritt mussten bereits zum Teil mehrjährige Strafen absitzen.

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