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US-Wunderkind Simone Biles gewinnt überlegen den olympischen Mehrkampf von Rio © Getty Images

Megastar Simone Biles wird ihrer Favoritenrolle im Mehrkampf-Finale eindrucksvoll gerecht und gewinnt überlegen die Goldmedaille. Elisabeth Seitz überzeugt am Stufenbarren.

Die US-Amerikanerin Simone Biles hat das Kunstturnen auf ein neues Level gehoben.

Der 19-jährige 1,42-Meter-Floh aus Ohio deklassierte die Konkurrenz im Mehrkampf-Finale der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro mit beispiellosen Übungen. Insgesamt kam sie auf 62,198 Punkte und verwies Landsfrau Alexandra Raisman (60,098) und die Russin Alija Mustafina (58,665) auf die anderen Medaillenplätze.

"Die Amerikanerinnen machen das spitze, die sind ein bisschen auch unser Vorbild", hatte die deutsche Bundestrainerin Ulla Koch vor dem Finale gesagt. Biles hat ihre vergangenen 14 Mehrkämpfe gewonnen. Zu den prominenten Fans des Turn-Megastars gehören Hillary Clinton und Schauspieler Samuel L. Jackson.

Seitz stark am Stufenbarren

Die deutschen Starterinnen Elisabeth Seitz und Sophie Scheder hatten mit dem Ausgang nichts zu tun. Scheder kam mit 53,907 Punkten und einem Sturz nur auf Rang 23, Seitz wurde 17. (56,366), zeigte aber an ihrem Paradegerät eine tolle Generalprobe für das Einzelgeräte-Finale.

Mit einer spektakulären Übung am Stufenbarren begeisterte die deutsche Medaillenhoffnung Seitz einmal mehr die Zuschauer und ihr Team und schickte drei Tage vor dem Einzelfinale eine klare Botschaft an die Konkurrenz gesendet: Ich bin bereit für Edelmetall.

Biles im Einzel keine Konkurrenz

Stolz durfte die Cheftrainerin, die jede Übung ihrer Schützlinge fieberhaft verfolgte und bei Scheders Sturz am Stufenbarren kurz zusammenzuckte, aber auch sein - vor allem auf Seitz.

Zwar besitzt die Blondine im Vierkampf noch jede Menge Steigerungspotenzial, nicht nur Biles scheint in naher Zukunft unerreichbar. Aber es beeindruckt, wie die ehemalige Mehrkampfmeisterin Tag für Tag am Stufenbarren ihr Programm nahezu fehlerfrei abliefert, in der Einzelwertung am Donnerstag landete sie auf Platz drei. Die Konstanz ist ein gutes Zeichen, dass es auch am Sonntag auf das Podest gehen könnte.

Zu schlagen ist dann die Konkurrenz aus Russland und den USA. Dass Biles sich an diesem Gerät überraschend nicht für den Endkampf qualifizierte, dürfte Seitz' Chancen möglicherweise entscheidend verbessert haben.

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